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Warum tun sich oft gerade sehr gut ausgebildete, männliche Führungskräfte so schwer mit Selbstreflexion 🧠💭?

15. Mai 2025

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

ALBERT

Und wieder ist es passiert… 🙄

In meiner Arbeit als Coach erlebe ich es immer wieder:
Georg, ein erfahrener Abteilungsleiter in einem großen Beratungsunternehmen, wollte die Teamdynamik verbessern und mehr Klarheit in der Kommunikation schaffen.
Doch je mehr wir ins Detail gingen, desto mehr merkte ich: das wahre Hindernis war nicht das Team, sondern er selbst. 😬

Sehr gut ausgebildet, hochprofessionell und analytisch, doch wenn es darum ging, sich mit eigenen Mustern und Glaubenssätzen auseinanderzusetzen, stieß Georg an seine Grenzen. 🚧

Warum fällt es vielen männlichen Führungskräften, die auf den ersten Blick alles im Griff haben, so schwer, an sich selbst zu arbeiten? 🤔

Sie definieren sich stark über ihre Erfolge, Intelligenz und Status. Die Vorstellung, dass SIE SELBST Teil eines Problems sein könnten, kratzt am Selbstbild. Lieber das AUSSEN analysieren, als sich selbst infrage stellen.

Selbstreflexion bedeutet auch, sich mit Unsicherheiten, alten Wunden oder ungeliebten Anteilen auseinanderzusetzen. Das fühlt sich für viele wie „Schwäche zeigen“ an – und genau das haben sie oft früh gelernt zu vermeiden. 🙈

Gerade gut ausgebildete Menschen analysieren viel – nur nicht sich selbst. Gefühle werden wegerklärt, Probleme „logisch“ behandelt. Doch echte Entwicklung braucht mehr als reinen Verstand.

Männer in Führungspositionen haben oft kaum Vorbilder für emotional reflektierte Männlichkeit. Sie kennen kaum andere Männer, die über Werte, Verletzlichkeit oder innere Blockaden sprechen – also tun sie es selbst auch nicht.

Und – Reflexion ist nicht steuerbar wie ein Projekt. Sie ist offen, unbequem, bringt Unerwartetes an die Oberfläche. Wer Kontrolle liebt (und das tun viele in solchen Positionen), scheut diesen Weg.
Der Blick nach INNEN wird vermieden.

💡 Doch wahre Führung entsteht von innen.
Echte Veränderung beginnt im Kopf (dem Gewahr werden & Erkennen) und im Herzen.

Georg übrigens hat die Herausforderung angenommen und ist jetzt auf dem besten Wege zum Bereichsleiter befördert zu werden 💪 … mit mir an seiner Seite versteht sich 😉.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

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