
So vergraulen Sie garantiert Ihre besten Mitarbeiter:innen…
Sie verlieren Ihre besten Mitarbeiter:innen selten der Konkurrenz wegen.
Als Führungskraft merken Sie oft erst viel zu spät, dass sich jemand innerlich verabschiedet hat.
Der Mitarbeitende ist zwar noch da.
Er oder sie erledigt alle Aufgaben.
Lächelt höflich im Meeting.
Aber das Engagement, die Ideen und die Begeisterung sind längst verschwunden.
Es beginnt, wenn Leistung selbstverständlich wird und nur noch Fehler auffallen.
Wenn immer dieselben Menschen die größten Herausforderungen übernehmen, „weil sie eben zuverlässig sind“.
Aus Anerkennung wird Erwartung.
Aus Motivation wird dann Belastung.
Wenn Überstunden mehr Anerkennung bekommen als gesunde Leistung, haben Sie kein engagiertes Team.
Sie bauen eines auf, das früher oder später ausbrennt.
Wenn dann auch die neuen Kolleg:innen bessere Bedingungen bekommen als diejenigen, die das Unternehmen seit Jahren mittragen, ist das ein NO GO.
Last but not least, wenn Sie immerzu Offenheit fordern, Kritik aber als Angriff verstehen.
Klar entscheidet sich dann Ihr Team, lieber zu schweigen.
Viele Führungskräfte glauben, Mitarbeitende kündigen wegen des Gehalts.
In den meisten Fällen kündigen sie, weil sie keine Perspektive mehr sehen, sich nicht ernst genommen fühlen oder den Eindruck haben, dass ihre Leistung keinen Unterschied macht.
Menschen verlassen selten Unternehmen, in denen sie wachsen können, Vertrauen erleben und wissen, dass ihr Einsatz gesehen wird.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, wie Sie neue Mitarbeitende gewinnen.
Die entscheidende Frage ist: Was tun Sie heute, damit Ihre Besten morgen noch da sind?
Denn eine Kündigung kommt selten überraschend.
Die Warnzeichen waren schon lange sichtbar. Welche Signale werden Ihrer Meinung nach von Führungskräften am häufigsten übersehen?
Herzliche Grüße
Astrid Winderl
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