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⚠️ Die „WIR“-Falle: Warum Sie dieser Satz als Leader teuer zu stehen kommt.

26. März 2026

Ein Mitarbeiter kommt wiederholt zu spät. Sie suchen das Gespräch. Er erklärt: Auto in der Werkstatt, Bus unzuverlässig. Sie nicken verständnisvoll und fragen: „Wie können wir das gemeinsam lösen?“

Sekunden später diskutieren Sie über Dienstwagen und Gehaltsvorschuss.

Was ist passiert? Das Problem hat den Besitzer gewechselt.

👉 Führungskräfte, die unterstützen wollen, übernehmen oft unbewusst Verantwortung, die nicht ihre ist.

Der Unterschied liegt manchmal in einem einzigen Wort: „WIR“.

„Was können WIR tun?“ signalisiert: Ich bin mitverantwortlich.

Dabei ist die richtige Frage: „Was wirst DU tun? Was ist DEIN nächster Schritt?“

Ein paar konkrete Prinzipien, die helfen:

✅ 1. Den Ball zurückspielen

Statt selbst Lösungen anzubieten, stellen Sie Fragen: „Wie möchtest Du das angehen?“

Ihr Mitarbeiter soll Vorschläge machen, nicht Sie.

✅ 2. Auf „WIR“ verzichten.

Sobald Sie „WIR“ sagen, sitzen Sie mit im Boot. Bewusst bei „Du“ und „Dein“ bleiben.

✅ 3. Nicht ins eigene Büro einladen.

Wer den Mitarbeiter zu sich zitiert, schafft automatisch ein Machtgefälle und lädt nonverbal ein, Probleme abzugeben.

Besser: kurz bei ihm vorbeigehen, wenn er gerade Zeit hat. Das schafft eine bessere Gesprächsbasis und Sie begegnen Ihrem Mitarbeitern damit auf Augenhöhe.

Unterstützen 👉 ja. Lösen ❌ nein.

Führung bedeutet nicht, jedem Problem eine eigene Lösung zu liefern.

Es bedeutet, Menschen zu befähigen, ihre eigenen Lösungen zu finden. Kennen Sie auch solche Momente, in denen Sie unbewusst Verantwortung übernommen haben, die eigentlich nicht Ihre war?

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

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