
💥 Bewertet oder beurteilt? Ich habe in 10 Sekunden versagt.
Ich habe mich neulich dabei ertappt, wie ich jemanden in 10 Sekunden beurteilt habe.
Nicht bewertet. Beurteilt.
Ich coache Führungskräfte seit Jahren. Ich weiß, wie viel hinter einer Person steckt, die man auf den ersten Blick nicht sieht.
Und trotzdem passiert es mir.
Warum?
Weil unser Gehirn trainiert wird.
Durch endloses Scrollen. Durch Schlagzeilen ohne Kontext.
Durch eine Welt, die Meinungen belohnt und Nachdenken bestraft.
Wir überfliegen. Dann urteilen wir. Und ziehen weiter.
Für Führungskräfte und uns als Coaches, die mit Führungskräften arbeiten, ist das gefährlich.
Weil unsere Urteile Konsequenzen haben.
Für Menschen. Für Teams. Für Kulturen.
Was ich mir deshalb angewöhnt habe:
Bevor ich ein Urteil fälle, ob über eine Person, eine Situation oder eine Entscheidung, stelle ich mir eine einzige Frage:
„Was weiß ich noch nicht?“
Diese Frage verändert alles.
Sie ist unbequem. Und sie kostet Zeit.
Aber sie macht zu einer besseren Führungskraft, zu einem besseren Coach.
Denn Tiefe schlägt Schnelligkeit.
Überlegen Sie deshalb, bevor Sie das nächste Mal vorschnell urteilen:
Vielleicht kennen Sie noch nicht die ganze Geschichte.
Herzliche Grüße
Astrid Winderl
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