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Homeoffice = Faul sein?

16. Juli 2026

Noch immer glauben manche, Homeoffice sei gleichbedeutend mit weniger Leistung.
Doch die eigentliche Frage lautet nicht: Wo wird gearbeitet?
Sondern: Welche Ergebnisse werden erzielt?

Viele Führungskräfte bewerten Engagement immer noch nach Anwesenheit. Wer früh kommt und spät geht, gilt als fleißig.
Doch Sichtbarkeit ist kein Leistungsnachweis.
Ergebnisse sind es.

Hinzu kommt ein Problem, das häufig unterschätzt wird: der tägliche Arbeitsweg.

Jedes Jahr verbringen Menschen unzählige Stunden im Stau.
Zeit, die weder dem Unternehmen noch den Mitarbeitenden einen Mehrwert bringt. Baustellen ohne sichtbaren Fortschritt und eine oft überlastete Infrastruktur kosten Produktivität und vor allem Lebenszeit.

Den Preis zahlen die Beschäftigten: Eltern, die später bei ihren Kindern ankommen. Mitarbeiter:innen, die Überstunden machen müssen, weil sie im Verkehr feststecken. Pflegekräfte und Schichtarbeiter:innen, die nach einem langen Arbeitstag noch wertvolle Zeit auf der Straße verlieren.

Schon 30 Minuten Stau am Tag summieren sich auf rund 130 Stunden im Jahr, mehr als drei Arbeitswochen 🤢

Gerade deshalb sollten Führungskräfte dort, wo es die Tätigkeit zulässt, moderne Arbeitsmodelle ernsthaft in Betracht ziehen.

Niemand verlangt, dass jeder dauerhaft von zu Hause arbeitet. Aber wenn die Branche es ermöglicht, sollte es selbstverständlich sein, dem Team wenigstens EINEN Homeoffice-Tag pro Woche anzubieten.

Das ist ein Zeichen von Vertrauen, Wertschätzung und zeitgemäßer Führung und sicher keine Nachgiebigkeit.

Studien zeigen immer wieder: Richtig eingesetzt kann Homeoffice die Produktivität steigern. Entscheidend sind klare Ziele, gute Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen. Nicht der Ort, an dem gearbeitet wird.

Wie sehen Sie das das? Sollte ein Homeoffice-Tag pro Woche dort, wo es möglich ist, drin sein?

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

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