
Ihr Team ist nicht Ihr Problem.
Im Urlaub beobachte ich Menschen und denke: Warum funktioniert das hier eigentlich so viel leichter?
Da sitzen Menschen zusammen, die sich vorher nie gesehen haben. Aus verschiedenen Ländern, unterschiedliche Sprachen, ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Miteinander.
Und trotzdem findet man einen Weg.
Man fragt nach. Man lächelt. Man versucht, den anderen zu verstehen.
Keiner kennt die Geschichte des anderen. Und trotzdem gibt es diese Bereitschaft, aufeinander zuzugehen.
Zurück im Job mit Führungskräften und Teams erlebe ich manchmal genau das Gegenteil.
Da reicht ein Satz.
Eine Nachfrage wird als Kritik verstanden. Ein anderer Ton wird sofort persönlich genommen. Aus einer normalen Diskussion wird in Minuten ein Konflikt und Drama.
Irgendwann reden die Menschen nicht mehr miteinander. Sie reden übereinander.
Ich glaube, hier liegt eine der unterschätzten Aufgaben von Führung.
Sie können nicht erwarten, dass Menschen automatisch wissen, wie gute Kommunikation funktioniert. Viele haben es nie gelernt.
Sie haben gelernt, sich zu verteidigen. Recht zu behalten. Kritik persönlich zu nehmen. Sich zurückzuziehen, wenn es schwierig wird.
Sie als Führungskraft können hier ansetzen.
Sie können vorleben, wie man spricht, wenn man verschiedener Meinung ist.
Wie man nachfragt, bevor man unterstellt.
Und einen Moment länger zuhören, bevor Sie reagieren.
Und Sie können Ihrem Team vermitteln: Wir müssen uns hier nicht bekämpfen. Wir dürfen Dinge einfach klären.
Das braucht Zeit. Aber es ist lernbar.
Für mich ist das eine der schönsten Aufgaben von Führung: Menschen dabei zu helfen, miteinander besser zu werden.
Denn manchmal ist Ihr Team gar nicht das Problem. Vielleicht fehlt ihm nur das Handwerkszeug.
Und genau da können Sie ansetzen.
Gerne zeige ich Ihnen wie.
Herzliche Grüße
Astrid Winderl
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