
💥 Der Autoritäts-Spagat: Als Frau in Führung sind Sie IMMER in der Zwickmühle.
Sie sind als Frau in der Führungsrolle? Dann kommt Ihnen das vermutlich bekannt vor:
Sie sind direkt? Dann sind Sie „zu hart.“
Sie sind empathisch? Dann fehlt Ihnen die Durchsetzungskraft.
Sie entscheiden schnell? Arrogant.
Sie wägen ab? Unentschlossen.
Willkommen im Double-Bind-Dilemma, dem unsichtbaren Korridor, in dem sich Frauen in Führung täglich bewegen. Egal was Sie tun: Es wirkt falsch.
Das ist kein Einzelproblem. Das ist Struktur.
Was sagen die Zahlen?
2024 waren in Deutschland nur 29,1 % der Führungspositionen von Frauen besetzt, unter dem EU-Durchschnitt von 35,2 %.
Der Anteil von Frauen an allen Erwerbstätigen liegt bei 46,9 %.
Seit 2014 hat sich dieser Wert um gerade einmal 0,1 Prozentpunkte verändert. Zehn Jahre. Nahezu Stillstand.
Dabei zeigt Forschung etwas anderes: In Tausenden 360-Grad-Bewertungen der Beratung Zenger/Folkman – veröffentlicht im Harvard Business Review – schnitten Frauen in 17 von 19 Führungskompetenzen besser ab als Männer.
Männer wurden nur in zwei Bereichen besser bewertet: strategische Perspektiven und technisch-fachliches Wissen.
Ein weiterer Befund: Frauen bewerten sich selbst kritischer als Männer, besonders junge Frauen. Männer überschätzen ihre Kompetenz eher.
Was kann ich Ihnen mitgeben:
1. Nehmen Sie die Rolle an.
Kein Führungsstil wirkt authentisch, solange Sie innerlich zweifeln.
2. Kopieren Sie keinen männlichen Führungsstil.
Empathie, Integrität und Kommunikation sind zentrale Stärken guter Führung.
3. Verbinden Sie Wärme und Klarheit.
Klare Grenzen und Empathie schließen sich nicht aus.
4. Versuchen Sie nicht, jedermanns Liebling zu sein.
Respekt ist das Ziel. Nicht Beliebtheit.
Das System ist nicht fair. Aber Sie können trotzdem, oder gerade deshalb, auf Ihre eigene Art führen.
Authentische Autorität entsteht nicht dadurch, dass Sie sich anpassen.
Sie entsteht dadurch, dass Sie aufhören, es zu tun.
Wenn Sie das Thema bewegt, schreiben Sie mir. Ich begleite Frauen in Führung dabei, ihre Autorität zu finden. sollte dieses Jahr doch alles effizienter sein.
Herzliche Grüße
Astrid Winderl
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