Zum Hauptinhalt springen

Sollte man nicht Privates und Berufliches strikt trennen?

11. April 2024

„Integration von beruflichen und persönlichen Aspekten führt zu einem erfüllten Leben.
Nur wenn wir unsere Werte in allen Bereichen unseres Lebens leben, können wir wahre Erfüllung finden.“

DEEPAK CHOPRA

Ich werde immer wieder gefragt, warum ich in meinen Posts auch Beispiele oder Geschichten aus meinem privaten Alltag wähle. Zum Beispiel der Post letzte Woche über die Osterbesuche bei unseren Eltern.

Auf diese Frage gibt es keine „richtige“ Antwort. Das ist eine Frage der persönlichen Sichtweise, der inneren Haltung und des individuellen Werteverständnisses.

Hinter der Frage versteckt sich häufig die Idee, dass eine strikte Trennung dazu beitrage, die Effizienz am Arbeitsplatz zu steigern, da es weniger Ablenkung gebe. Eine andere Idee betrifft eher das professionelle Image. Man mache sich dadurch weniger angreifbar und vermeide durch die Aufrechterhaltung der sog. professionelle Distanz mögliche Konflikte, die durch eine „Vermischung“ von persönlichen und beruflichen Themen entstehen könnten.

Abgesehen von privaten Themen, die uns an den Arbeitsplatz begleiten und die sich nicht einfach „abschütteln“ lassen, wie z. B. persönliche Krisen, Trennung, Krankheit, Schicksalsschläge etc., sind es manchmal auch die alltäglichen Sorgen, die uns nur schwer loslassen. Wir haben schlecht geschlafen, fühlen uns erschöpft, ein unnötiger Streit mit Partner:in, Tochter, Sohn kurz vor dem Aus-dem-Haus-gehen u.a.m.

Was spricht nun dafür, im beruflichen Kontext auch persönlichen Themen in angemessener Form Raum zu geben?

Indem wir uns zeigen, Sie als Führungskraft Ihre eigenen persönlichen Erfahrungen und Emotionen nicht nur zulassen, sondern auch teilen, wirken Sie authentisch und glaubwürdig. Sie wirken menschlich und zugänglich, insbesondere dann, wenn Sie auch bei Ihren Mitarbeiter:innen offen für persönliche Themen sind. Diese Haltung fördert ein positives Arbeitsklima und schafft ein Umfeld, in dem Mitarbeiter:innen sich unterstützt und wertgeschätzt fühlen. Dies wiederum fördert die Teamkultur und stärkt das Vertrauen der Mitarbeiter:innen in Sie als Führungskraft.

Wie sehen Sie das? Es interessiert mich sehr, wie Sie zu diesem Thema stehen! Melden Sie sich gerne bei mir unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Mehr Beiträge

🚫 Ihr größter Fehler als neuer Leader? IHR Vorgänger!

9. April 2026
Der größte Fehler beim Einstieg in eine Führungsrolle? Den Vorgänger/Die Vorgängerin kopieren. Es klingt logisch. Sie haben diesen Stil jahrelang beobachtet, kennen seine Wirkung, wissen wie das Team…

Auch das noch! Das hat mir gerade noch gefehlt! Teil 2

14. Dezember 2023
„Stress kommt nicht von dem, was wir tun, sondern von unserer Reaktion darauf.“ HANS SELYE Beim letzten Mal hatte ich von Herrn G. berichtet, bei dem aufgrund der derzeitigen vielen beruflichen und p…

KI ersetzt Sie?

29. Januar 2026
„Management bedeutet, die Dinge richtig zu tun. Führung bedeutet, die richtigen Dinge zu tun.“ PETER F. DRUCKER Die Commerzbank plant, knapp 4.000 Mitarbeitende zu entlassen und durch KI zu ersetzen…