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Monat: Juli 2024

Die berühmten blinden Flecke … (Teil 3)

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind – oder wie wir konditioniert wurden, sie zu sehen.“

STEPHEN COVEY

Wie kann ich Menschen anregen, an ihren Problemen oder blinden Flecken zu arbeiten, wenn sie diese doch gar nicht sehen oder wahrhaben wollen und sich ihrer nicht bewusst sind?

Ob das die Führungskraft ist, die sich in Besprechungen vornehmlich auf die Fehler und Schwächen ihrer Mitarbeiter:innen fokussiert, statt deren Stärken und Erfolge zu würdigen, weil das als selbstverständlich vorausgesetzt wird und keiner Erwähnung bedarf.

Oder der Mitarbeiter, der jedes Mal bei der leisesten Vermutung von Kritik an seiner Person aggressiv und laut reagiert, mit der Begründung: Das läge nur am Anderen und dessen Persönlichkeit, er selbst wäre nicht so, das sei der Situation geschuldet, und er würde nur auf den anderen reagieren.

Beide sind sich der Auswirkungen Ihres Verhaltens (Demotivation, Beeinträchtigung der Arbeitsatmosphäre und Zusammenarbeit im Team, Reduzierung von offener Kommunikation, bis hin zu Unsicherheit und Stress einzelner etc.) nicht bewusst.

Unabhängig davon, ob es sich um Mitarbeiter:innen oder Führungskräfte handelt, … diesen Menschen ihre blinden Flecke auf eine effektive und respektvolle Weise deutlich zu machen, erfordert Empathie, Geduld, eine einfühlsame Kommunikation und Vorbereitung, sowie eine offene und unterstützende Umgebung, in der sich die Person sicher fühlt, sich öffnen kann.

Wie kann das gehen? Nachfolgend skizziere ich Ihnen ein paar hilfreiche Strategien, die je nach Person und Situation angepasst werden dürfen:

– Feedback (immer!) anhand konkreter, überprüfbarer Beispiele geben

– Einfühlsame Sprache verwenden (Ich-Botschaften)

– Aktiv Zuhören

– Offene Fragen stellen

– Persönliche Erfahrungen teilen

– Positive Aspekte betonen

– ggfs. gemeinsame Lösungen erarbeiten

– Rückmeldung erbitten

– Zeit, Raum & Geduld (Veränderung braucht Zeit und die Person den Raum, darüber nachzudenken)

– ggfs. professionelle Unterstützung empfehlen, z. B. Coaching

Wie ist es bei Ihnen? Konnten Sie IHRE blinden Flecke bereits identifizieren? Ich unterstütze Sie gerne bei deren Bearbeitung. Melden Sie sich einfach zu einem kostenlosen Erstgespräch.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Die berühmten blinden Flecke … (Teil 2)

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind – oder wie wir konditioniert wurden, sie zu sehen.“

STEPHEN COVEY

Beim letzten Mal habe ich über die berühmten Flecken (anderer 😉) berichtet. Von Menschen, bei denen WIR beschreiben können, was deren Problem ist, die es selbst jedoch nicht sehen oder wahrhaben wollen.

Wo sind Ursachen für blinde Flecken zu suchen? Hier spielen viele Gründe eine Rolle. Sie können psychologische, emotionale und soziale Aspekte umfassen, zum Beispiel:

– Selbstwahrnehmungsverzerrung: Das Gehirn blendet problematische Aspekte des eigenen Verhaltens aus, um das Selbstwertgefühl zu schützen. Ein sehr mächtiger Faktor!

– Psychologische Abwehrmechanismen: Mechanismen wie Verdrängung, Rationalisierung oder Projektion helfen, unangenehme Wahrheiten zu vermeiden. Indem Probleme nicht gesehen oder anerkannt werden, schützen sich Menschen vor emotionalem Stress und Angst oder Gefühlen wie Scham und Schuld.

– Persönlichkeitsmerkmale: Menschen mit einem übertrieben positiven Selbstbild oder überhöhtem perfektionistischen Anspruch an sich, haben oft Schwierigkeiten, eigene Probleme zu sehen oder anzuerkennen, da sie ihr (unrealistisches) Selbstbild aufrechterhalten wollen. 

– Gewohnheit & Normalisierung: Mitunter haben sich Menschen so sehr an eine Situation oder ein Verhalten gewöhnt, dass es ihnen selbst normal erscheint.

– Soziale & kulturelle Einflüsse: Soziale und kulturelle Normen können beeinflussen, was als problematisch angesehen wird und was nicht. Auch ist es in manchen Kulturen oder sozialen Gruppen nicht üblich, offen über Probleme zu sprechen oder Schwäche zu zeigen. Dies kann zu weniger Bewusstheit und Anerkennung eigener Probleme führen.

Schon diese kleine Auswahl an Gründe verdeutlicht, dass das Nicht-Erkennen eigener Probleme ein komplexes Phänomen ist.

Es kann eine große Herausforderung sein, eine Person zu motivieren, an sich zu arbeiten, wenn sie nicht erkennt/erkennen will, dass sie blinde Flecken hat. Dennoch gibt es paar Möglichkeiten und Strategien, die hilfreich sein könnten. Dazu mehr beim nächsten Mal.

Sind SIE weitergekommen an der Bearbeitung IHRER blinden Flecke? Ich unterstütze Sie gerne. Melden Sie sich einfach zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Die berühmten blinden Flecke …

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind – oder wie wir konditioniert wurden, sie zu sehen.“

STEPHEN COVEY

Sie kennen bestimmt auch Menschen im beruflichen und privaten Umfeld, bei denen Sie genau beschreiben könnten, was deren Problem ist, doch die Menschen selbst sehen es nicht oder können es nicht sehen. Wobei wir selbst vielleicht auch den ein oder anderen blinden Fleck haben. Je nach Grad der Selbstreflektiertheit ist der größer oder kleiner.

Blinde Flecke finden sich in vielen Bereichen, zum Beispiel:

Emotionale Befindlichkeiten – Sie bemerken nicht, wie gestresst und erschöpft Sie sind, obwohl die Anzeichen offensichtlich sind. Oder Sie sind richtig sauer und projizieren Ihre Gefühle auf andere.

Selbstwahrnehmung – Mitarbeiter:innen, der ihre Fähigkeiten in ihrem Arbeitsbereich überschätzen und ihr Verbesserungspotenzial nicht erkennen.

Verhalten in Beziehungen – Die Führungskraft, die sich ihrer Wirkung nicht bewusst ist und nicht sieht, wie sehr ihre Handlungen und Worte andere verletzten. Die nicht bemerkt, wie respektlos und demotivierend ihr Führungsstil ist.

Vorurteile & Stereotype – Der Arbeitgeber, der unbewusst bestimmte Bewerbergruppen
z.B. auf Führungspositionen bevorzugt oder benachteiligt.

Arbeitsplatz & Teamdynamik – Das Teammitglied, dass nicht registriert, dass es durch seine ineffiziente Arbeitsweise die Teamleistung beeinträchtigt.Die Führungskraft, die Spannungen und Konflikte im Team nicht wahrnimmt und ignoriert.

Persönliche Entwicklung – Die Führungskraft, die nicht sieht, dass ihre negativen Denkmuster ihr Wachstum und Wohlbefinden (und das anderer) behindert. Die nicht erkennt, dass sie sich im Stillstand befindet und ihr Entwicklungspotenzial nicht mehr nutzt „sie habe genug gelernt!“.

… und vieles mehr!

Das nächste Mal werde ich über mögliche Gründe und Ursachen berichten, warum Menschen ihre eigenen Probleme oft nicht erkennen, die für andere doch so offensichtlich sind.

Möchten Sie nicht gerne endlich an Ihren blinden Flecken arbeiten? (Keine Sorge, wir finden sie 😉). Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Was haben Fehler und Helfer gemeinsam?

„Der einzig wirkliche Fehler ist der, aus dem wir nichts lernen.“

HENRY FORD

Was haben Fehler und Helfer gemeinsam? Richtig! Dieselben Buchstaben, nur die Reihenfolge ist anders, es handelt sich um ein sog. Anagramm. Wie halten Sie’s mit Fehlern? Wie Ingrid Steeger „Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!“ oder eher wie James Joyce „Ein Genie macht keine Fehler!“? Häufig fehlt hier beim Zitieren allerdings der bezeichnende Nachsatz „Seine (gemeint ist das Genie) Irrtümer sind die Tore zu neuen Entdeckungen.“ … gut, auf diese Entdeckungen warten wir dann eben noch ein bisschen 😉.

Wobei es richtig ist, dass aus Irrtümern und Fehlern bedeutende Erfindungen und Entdeckungen entstanden sind, sei es das Penicillin durch Alexander Fleming oder die Post-it Notes durch Dr. Spencer Silver.

Tatsächlich sind Fehler, die wir machen, oft wertvolle Helfer für persönliches Wachstum, Lernen und Entwicklung. Sie fördern

  • Lernchancen, um aus Erfahrungen zu lernen und Ähnliches zukünftig zu vermeiden.
  • Resilienz, indem sie die Fähigkeit stärken, mit Rückschlägen umzugehen.
  • Selbstreflexion, um unsere Lernfelder zu erkennen und an ihnen zu arbeiten.
  • ein Wachstumsmindset, indem sie eine Kultur unterstützen, in der Fehler als Chancen zur Verbesserung gesehen werden, statt als Misserfolge.
  • Demut und Empathie. Sie lehren uns demütig und empathisch mit unseren und den Fehlern anderer umzugehen.

Natürlich ist der Umgang mit Fehlern (z. B. Fehlentscheidungen, Fehlinterpretationen, unangemessenes Verhalten) auch ein Thema in den Coachings oder Workshops. Wir schauen auf die jeweilige Situation, wenn etwas suboptimal verlief, die Emotionen, Bedürfnisse etc., und leiten daraus individuelle Handlungsstrategien ab, um daraus zu lernen (s. o.). Friede-Freude-Eierkuchen ist keine Option. Fehler müssen schon benannt werden, die Frage ist eher wie. Immer wertschätzend, ressourcen- und lösungsorientiert!
Letzeres meint übrigens auch Sie selbst und Ihren Umgang mit eigenen Fehlern 🤗.

Möchten Sie gerne an solchen oder ähnlichen Themen arbeiten? Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

 

Herzliche Grüße
Astrid Winderl