Zum Hauptinhalt springen

Monat: November 2023

Was zeichnet eine wahre Führungskraft aus? Bin ich gut genug? Teil 2

„Eine wahre Führungskraft hat die Fähigkeit, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und sie dazu zu bringen, über sich selbst hinauszuwachsen.“

nach JOHN C. MAXWELL

Beim letzten Mal habe ich darüber berichtet, dass eine sehr kompetente junge Frau, der man eine Führungsposition angeboten hatte, im Coaching die Frage stellte, woran eine gute Führungskraft zu erkennen sei, und ob sie dafür gut genug sei, auch im Sinne von Führungspersönlichkeit.

Führung ist nicht auf einen bestimmten Persönlichkeitstypus beschränkt. Menschen können auf unterschiedliche Weisen führen. Verschiedene Kontexte erfordern unterschiedliche Führungsansätze. Dazu muss man/frau nicht geboren sein. Das lässt sich lernen, entwickeln und verbessern.

In vielen Organisationen wird deshalb zu Recht betont, wie wichtig es ist, die individuellen Stärken und Talente zu erkennen und zu fördern, um eine vielfältige und effektive Führung zu ermöglichen. Das setzt selbstverständlich bei der (angehenden) Führungskraft Selbstreflexion und die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung voraus.

Eine erfolgreiche Führungskraft besitzt oft eine Kombination verschiedener Fähigkeiten und Eigenschaften, zumal sich die Anforderungen an Führung je nach Branche, Unternehmenskultur und individuellen Umständen unterscheiden können.

Dennoch habe ich im Laufe vieler Jahre Erfahrung im Coaching oder Workshops mit Führungskräften festgestellt, dass es ein paar essenzielle Kompetenzen gibt, die gute Führungskräfte mitbringen sollten:

  • Als Person „sichtbar“ zu sein (damit ist nicht Launenhaftigkeit gemeint).
  • Die Fähigkeit zur Kommunikation (klar, effektiv, verständlich). Das schließt eine Feedbackkultur und einen angemessenen Umgang mit Konflikten ein.
  • Aktives Zuhören (Stichworte: Wertschätzung, Akzeptanz, Empathie, Authentizität)
  • Mitarbeiterorientierung und -führung (inklusive Mitarbeiterentwicklung)
  • Teamarbeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Selbstmanagement
  • Resilienz
  • Vision & strategisches Denken
  • Ethik & Integrität
  • … und: Arbeit darf Freude & Spaß machen und motivieren. Das dürfen Führungskräfte mit Mitarbeiter:innen teilen :).

Sehen Sie das ähnlich oder haben Sie ganz andere Erfahrungen gemacht?

Melden Sie sich gerne zu einem Austausch oder geben Sie Feedback! 🙂

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Was zeichnet eine wahre Führungskraft aus? Bin ich gut genug?

„Eine wahre Führungskraft hat die Fähigkeit, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und sie dazu zu bringen, über sich selbst hinauszuwachsen.“

nach JOHN C. MAXWELL

Im Coaching kam die Frage auf: „Was ist eigentlich eine gute Führungskraft? Und bin ich dafür gut genug?“ 

Die Frage(n) stellte eine kluge, sehr engagierte junge Frau, der gerade eine Führungsposition angeboten worden war, seit ca. einem Jahr im Unternehmen.

Das Angebot kam nicht zum ersten Mal, doch bisher arbeiteten wir an der Frage, ob „klassische“ Führung überhaupt ihr Ding ist, und ob ihr Herz nicht mehr für die „fachliche“ Führung schlägt. 

Nun ging es um einen anderen Aspekt, wie sich dann herausstellte, die eigentliche Frage, die sich dahinter (Was ist eigentlich eine gute Führungskraft?) versteckte, nämlich ob sie als Person überhaupt in der Lage sei, als Führungskraft zu agieren. Ob sie dazu gut genug sei? Eine Frage, die ihre eigene Führungskraft ganz offensichtlich schon positiv beantwortet hatte.

Leider begegnet mir diese Frage: „Bin ich gut genug?“ immer wieder, und sie wird bemerkenswert oft von Frauen gestellt, die engagiert, motiviert sind, einen richtig guten Job machen und erfolgreich sind in ihrem Tun. Anscheinend gibt es eine Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Sie selbst zweifeln an der Richtigkeit der Außenwahrnehmung („Ja, aber …!“) und manchmal schwingt die Annahme mit, dass „die anderen“ nur nicht mitbekommen, dass das alles ein großer Schwindel ist, und sie in Wirklichkeit doch nur so tun als ob. Oft gepaart übrigens mit einem derart hohen Leistungsanspruch an sich selbst, dass dieser nahezu von Vorneherein zum Scheitern verurteilt ist … und sie in ihrer Überzeugung bestärkt: Ich bin nicht gut genug!

Was haben wir in ihrem Fall gemacht? Zunächst an ihrer inneren Überzeugung, ihrem Glaubenssatz gearbeitet und uns erst danach dem Thema, was gute Führungskräfte auszeichnet, zugewandt.

Kommt Ihnen das bekannt vor oder haben Sie ganz andere Erfahrungen gemacht?

Melden Sie sich gerne zu einem Austausch oder geben Sie Feedback! 🙂

Der vordergründigen Frage, was eine gute Führungskraft ausmacht, will ich natürlich nicht unbeantwortet lassen. Ich werde mich ihr beim nächsten Mal widmen.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Der Typ nervt! Der macht mich wahnsinnig mit seiner Rechthaberei! Teil 2

„Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss alles besser.“

SOKRATES

Beim letzten Mal habe ich von der Führungskraft Daniel berichtet und über seinen Umgang mit seinem Mitarbeiter Paul. Paul zeigt im Umgang Verhaltensweisen (sog. Rechthaberei und Besserwisserei), die viele – so auch Daniel – als herausfordernd erleben.

Daniel ist es zwischenzeitlich gelungen, eine Art Zugang zu Pauls Verhalten und damit auch zu ihm zu bekommen. Er wollte wenigstens versuchen zu verstehen oder eine Idee/These zu entwickeln, was der Hintergrund, die Ursache, das Motiv für ein Verhalten sein könnte, das er selbst als „schwierig und herausfordernd“ bewertet.

Das ist eine Herangehensweise, die er mit vielen Menschen teilt. Im Folgenden stelle ich deshalb eine Auswahl vor.

Selbstverständlich sind die Ursachen und Auslöser individuell sehr unterschiedlich.

Gar nicht so selten handelt es sich durch Vorbilder, Eltern oder Umfeld vorgelebtes erlerntes Verhalten: Man kann sich scheinbar durch rechthaberisches Verhalten Gehör verschaffen, sogar durchsetzen, also wird es nachgeahmt, es scheint zu funktionieren.

Doch es gibt auch andere Gründe:

  • Ego und Selbstwertgefühl. Das Selbstwertgefühl wird mit dem „Gefühl“ verknüpft, Recht zu haben. Als „Verlierer:in“ in einer Diskussion da zu stehen, verträgt sich damit nicht.
  • Unsicherheit und Selbstzweifel. Durch die Rechthaberei wird verschleiert, dass die Person etwas nicht weiß oder sich vielleicht sogar geirrt hat. Da Fehler eingestehen als Schwäche ausgelegt werden könnte, ersetzt Vehemenz die mangelnde Substanz.
  • Gesteigertes Geltungsbedürfnis. Rechthaberei entwickelt sich mitunter auch aus einem gesteigerten Geltungsbedürfnis. Wenn die Bestätigung (und Anerkennung) für die geäußerte Meinung ausbleibt, reagiert die Person mit besonderer Beharrlichkeit.
  • Macht und Kontrolle. Das Festhalten an der eigenen Position kann der Person eine Art Macht- und Kontrollgefühl vermitteln. Sie bleibt „Herr“ der Situation.

Kommt Ihnen das bekannt vor oder sind Sie vielleicht ganz anderer Meinung?

Melden Sie sich gerne zu einem Austausch oder geben Sie Feedback! 🙂

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Der Typ nervt! Der macht mich wahnsinnig mit seiner Rechthaberei!

„Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss alles besser.“

SOKRATES

Daniel war immer noch aufgebracht. Wir hatten im Coaching schon mehrfach über einen seiner Teammitarbeiter gesprochen. Paul gelingt es mit seinem Verhalten, auf seiner Meinung zu beharren (seiner „Rechthaberei“), in steter Regelmäßigkeit, Daniel auf die Palme zu bringen. Selbst Widersprüche, logische „Denkfehler“, das bewiesene Gegenteil durch Fakten werden durch Paul hartnäckig ignoriert. Ihm geht es um’s Prinzip! Und dieses verteidigt er vehement und nicht selten aggressiv und laut.

Inzwischen hat sich Daniel im Coaching Optionen erarbeitet, wie er Paul im beruflichen Alltag mit Fingerspitzengefühl, kommunikativen Interventionen und vor allem aber auch mit Geduld und einer gelassenen Grundhaltung begegnen kann. Zumal das Verhalten von Paul auch im Team immer wieder zu Unruhe führt und mitunter die Wogen hochschlagen lässt. Deshalb ist es für ihn als Führungskraft wichtig, geduldig und konsequent zu sein, um Paul bei der Entwicklung seiner sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zu unterstützen, gleichzeitig für die anderen Teammitarbeiter:innen da zu sein und auch „fürsorglich“ mit sich selbst umzugehen.

Das Verhalten von Paul empfand er noch am Anfang des Coachingprozesses als Herausforderung, „schwierig, unmöglich“. Inzwischen ist es ihm gelungen, eine Art Zugang zum Verhalten Pauls zu bekommen. Das heißt für ihn, zu verstehen oder wenigstens eine Idee/These zu entwickeln, was der Hintergrund, die Ursache, das Motiv für ein Verhalten sein könnte, das er selbst als „schwierig, unmöglich, respektlos und wenig wertschätzend “ bewertet. Dieser „Reflexionsprozess“ hat bei Daniel zu einer Veränderung seiner inneren Haltung und seiner Beziehung zu Paul geführt (was übrigens nicht heißt, dass ihn Pauls Verhalten nicht trotzdem immer wieder nervt und „auf die Palme bringt“).

Kommt Ihnen das bekannt vor? Kennen Sie auch Menschen, deren Rechthaberei und Besserwisserei Ihnen manchmal gewaltig auf die Nerven gehen?

Wenn auch Sie – wie Daniel – verstehen wollen, was möglicherweise hinter einem solchen Verhalten steckt … ich werde mich beim nächsten Mal der Frage widmen, was denkbare Ursachen von Rechthaberei und Besserwisserei sind.

Melden Sie sich gerne zu einem Austausch oder geben Sie Feedback! 🙂

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Ein großes 🤗 Dankeschön 🙏 für Eure Teilnahme und Unterstützung!

„Es gibt so viel, wofür wir dankbar sein können, wenn wir uns die Zeit nehmen, es zu bemerken.“

OPRAH WINFREY

In der vergangenen Woche fand der 3-teilige Live Online-Workshop „Die Macht der Glaubenssätze entfesseln“ statt, an drei Abenden um 20:00h.

Ich möchte all denen danken, die an meinem Workshop teilgenommen haben. Ihr wart engagiert dabei, obwohl Ihr zum Teil einen langen, anstrengenden Arbeitstag hinter Euch hattet. Eure Anwesenheit, Eure Fragen und Eure Gedanken haben diese Reise in die Welt der Glaubenssätze zu etwas Besonderem gemacht. Ihr habt Euch geöffnet und seid gemeinsam mit mir in die „verborgenen Tiefen“ der Glaubenssätze eingetaucht.

Ich bin Euch zutiefst dankbar für Eure Bereitschaft, diesen Weg mit mir zu gehen, Eure Glaubenssätze zu identifizieren, zu hinterfragen und daran zu arbeiten, die einschränkenden Glaubenssätze zu überwinden und sie in positive zu verändern.

Danken möchte ich auch denjenigen, die leider nicht „live“ an den Workshops teilnehmen konnten. Es gibt immer Gründe, die eine Teilnahme an einer Veranstaltung, zu der man sich angemeldet hat, dann doch (kurzfristig) verhindern. Das verstehe ich, wer kennt das nicht? Besonders geschätzt habe ich mir deshalb die Rückmeldungen der Teilnehmer:innen, die mich baten, ihre Abwesenheit zu entschuldigen. Das scheint heute nicht mehr selbstverständlich zu sein. Umso mehr habe ich mich gefreut und als Ausdruck von Verbindlichkeit und Wertschätzung gewertet. Vielen Dank!

Herzliche Grüße … bis zum nächsten Mal!
Astrid Winderl