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Das Besondere, das uns von anderen unterscheidet

„Das Besondere in uns ist das, was uns antreibt und uns zu dem macht, wer wir sind.“

Oprah Winfrey

Ich habe mich bewusst für die Signatur „Der besondere Coach für besondere Führungskräfte“ entschieden. Die Frage, was denn eine besondere Führungskraft und einen besonderen Coach ausmacht, liegt nahe. Bemerkenswerterweise wird sie mir eher selten gestellt.

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch einzigartig und auf seine eigene Art und Weise besonders ist. Ich bin ebenfalls fest davon überzeugt, dass Menschen – so besonders und unterschiedlich sie sind – wachsen und sich weiterentwickeln können und wollen, insbesondere dann, wenn man an sie glaubt und sie „ressourcenorientiert“ unterstützt.

Nicht immer ist klar in welche Richtung, doch es begeistert und inspiriert mich, diese Herausforderung mit den Führungskräften gemeinsam anzugehen und vor allem zu meistern. Es ist ein geradezu beglückendes Gefühl, diesen Transformationsprozess miterleben zu dürfen.

Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass sich viele Menschen/Führungskräfte schwertun, Ihr „Besonders-sein“ zu zeigen. Sie haben Angst, abgelehnt zu werden, nicht mehr dazuzugehören, an Ansehen zu verlieren, als „anders“ oder „unpassend“ zu gelten, nicht mehr geschätzt zu werden, den Erwartungen (anderer) nicht zu entsprechen und vieles mehr.

Besondere Führungskräfte zeichnen sich deshalb nach meiner Ansicht dadurch aus, dass sie bereit und willens sind, an sich zu arbeiten, sich weiterzuentwickeln, zu lernen (und auch umzusetzen) und sich ihren Herausforderungen, Lernfeldern, Glaubenssätzen, Ängsten, Zweifeln etc. zu stellen. Dass sie ihr Führungshandwerk (Instrumente, Methoden, Rollenverständnis etc.) verstehen, von der Fachlichkeit mal ganz zu schweigen, sei unterstellt.

Das Besondere unterscheidet uns demnach von anderen. Es ist kann eine Gabe, ein Talent, eine Fähigkeit sein, oder (nach Oprah Winfrey) das, was uns antreibt, unser „innerer Motor“ oder auch einfach nur die Art, wie wir mit Menschen in Kontakt treten, unser Lachen, unser Humor.

Wie sehen Sie das? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Melden Sie sich gerne zu einem Austausch oder geben Sie Feedback! 🙂

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

„Mutig“ führen: Herausforderungen meistern

„Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst weiterzumachen.“

Nelson Mandela

Im Coaching ist es äußerst sinnvoll, unabhängig von der Position, der Erfahrung oder auch dem Lebensalter des jeweiligen Coachees immer wieder einmal innezuhalten und scheinbar Selbstverständliches zu reflektieren. Im Führungsalltag geht doch das ein oder andere verloren oder „schleift sich ab“.

In einer Coachingsitzung Anfang der Woche sprachen wir, ein Abteilungsleiter und ich, über die wesentlichen Kompetenzen einer Führungskraft. Er hatte sich auf die Sitzung vorbereitet, indem er zu den – auf einer Arbeitsunterlage aufgelisteten – Kompetenzen eine Selbsteinschätzung vorgenommen hatte (von gar nicht bis voll entwickelt).

Neben anderen Kompetenzen ging es auch um den Aspekt „Mut“. Es fiel ihm schwer, den Zusammenhang mit Führung herzustellen, und er beschrieb sich selbst als „nicht sehr mutigen Menschen“. Eine bemerkenswerte Aussage, da er in seinem Unternehmen als ein sehr erfolgreicher, dynamischer und „mitreißender“ Macher gilt.

Grundsätzlich ist Mut eine wichtige Eigenschaft, die uns ermutigt, über uns hinauszuwachsen und Ziele zu verfolgen, selbst wenn uns das fordert und mit unseren Ängsten konfrontiert. Mut verhilft uns, unsere innere Stärke zu entdecken und unsere persönliche Entwicklung voranzutreiben. Mut ist NICHT die Abwesenheit von Angst!

Was hat Mut nun mit Führung zu tun? Mut ist eine unerlässliche Eigenschaft für eine erfolgreiche Führungskraft. Eine Führungskraft muss Risiken eingehen, Entscheidungen fällen, sich positionieren, mitunter „unbekannte Wege mit ungewissem Ausgang“ gehen, zu ihren Überzeugungen stehen, Verantwortung übernehmen, Standfestigkeit zeigen, wenn sie mit Herausforderungen konfrontiert ist etc., selbst wenn sie hierbei an innere Grenzen stößt, innere Widerstände und Ängste überwinden muss.

Warum? Die Führungskraft schafft so ein Umfeld, in welchem sie andere inspiriert, in dem Innovation, Wachstum und positive Veränderung gefördert werden.

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Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Ich trage schließlich die Verantwortung…

„Du kannst nicht erwarten, dass sich etwas ändert, wenn du immer das Gleiche tust.“

Albert Einstein

Seit ein paar Monaten unterstütze ich eine Führungskraft mittleren Alters durch Coaching. Ausgangspunkt war der Umstand gewesen, dass er sich zerrissen fühlt zwischen den Erwartungen und Anforderungen: seiner eigenen an seine Rolle, denen des Unternehmens, denen seiner Mitarbeiter:innen, von denen seiner Familie ganz zu schweigen. Zeit für persönliches und/oder Nachgehen von Hobbies habe er sowieso kaum noch.

Die gemeinsame Betrachtung seiner Situation ergab u.a., dass er die Tendenz hat, sich zu sehr in Details zu verlieren und in der Zusammenarbeit mit seinem Team sog. Mikromanagement zu betreiben. In seinem Fall geht es nicht um eine Auslegung der ebenfalls häufig vertretenen Überzeugung: „Letztlich kann es niemand so gut machen wie ich!“. Im Gegenteil, er betonte immer wieder: „Ich habe richtig gute Leute!“

Er sieht einen wesentlichen Teil seiner Aufgabe als Führungskraft darin, zu gewährleisten, dass alles nach Plan verläuft, mögliche Fehler oder Abweichungen vermieden werden, um sicherzustellen, dass das Gesamtergebnis im Sinne des Unternehmens erfolgreich ist … und greift/griff immer wieder mehr oder weniger stark in die Arbeit seiner Mitarbeiter:innen ein, denn: „Ich trage schließlich die Verantwortung!“

Es hat eine Zeit gedauert, bis er sich eingestehen konnte, dass er tatsächlich dem Glaubenssatz: „Kontrolle ist der Schlüssel zum Erfolg!“ seit Jahren folgte, obwohl er vorher immer wieder vehement betont hatte: „Mir geht es überhaupt nicht um Kontrolle!“

Ja, Kontrolle ist eine von vielen anderen wichtigen Führungsaufgaben, aber eben nur eine von vielen. In dem Moment, in dem wir erkennen, dass wir nicht nur eine wichtige Aufgabe wahrnehmen, sondern anscheinend einer Vorannahme folgen, die uns eher einschränkt und behindert, anstelle zu fördern und unterstützend zu sein, haben wir die wunderbare Chance, an einer positiven Veränderung zu arbeiten.

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Astrid Winderl

Bis jetzt habe ich noch nichts besonderes gemacht…

„In jedem von uns schlummert ein Schatz, den es zu entdecken gilt.“

Albert Einstein

Vor ein paar Tagen hatte ich am späten Vormittag ein Coaching mit einer Führungskraft, einer jungen Frau, die in zwei bis drei Jahren das Familienunternehmen übernehmen wird. Sie berichtete fast freudig überrascht, dass ihr die Umsetzung im Coaching erarbeiteter Maßnahmen gelungen sei, wirkte motiviert, angeregt und dann kam der Satz: „(…) aber heute habe ich bis jetzt nichts Besonderes gemacht!“

Auf meine Nachfrage antwortete sie, dass sie morgens auf dem Weg ins Büro für ihre Mitarbeiter:innen einkaufen gewesen sei (Obst, Wasser, Säfte, ein paar Snacks etc.), schließlich sollten sich die Mitarbeiter:innen wohlfühlen, das sei doch selbstverständlich und dann habe sie noch ein langes Telefonat mit einem Kunden geführt. Hier ging es um eine bereits geplante Veranstaltung, die der Kunde kurzfristig verändern ggfs. sogar stornieren wollte, wozu es zum Glück nicht gekommen sei. Sie hätten einen Weg gefunden.

Ich begegne diesem Phänomen, den Wert der eigenen Arbeit und Leistung nicht adäquat einzuordnen und wertzuschätzen, sozusagen die Schätze in uns nicht zu sehen, sehr häufig. Das „passiert“ insbesondere dann oft, wenn uns etwas selbstverständlich ist und womöglich auch noch leicht von der Hand geht. In diesem Fall, sich um die Mitarbeiter:innen zu kümmern (natürlich gehört dazu mehr, als sich um deren leibliches Wohl zu sorgen) oder einfühlsam auf Kundenbedürfnisse einzugehen und eine Lösung zu finden, die beiden gerecht wird, Kunden- und Unternehmensinteresse.

„Bis jetzt habe ich nichts Besonderes gemacht!“ … außer als Führungskraft einen Beitrag zur Mitarbeiterbindung und Kundenzufriedenheit geleistet zu haben und ein paar der wesentlichen Führungsrollen gerecht worden zu sein!

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Astrid Winderl

Kennen Sie ihre Wirkung?

„Es sind nicht die Worte, die zählen, sondern die Wirkung, die sie haben.“

Eva Mozes Kor

Von Jim Carrey soll der Ausspruch stammen: „Deine Wirkung auf andere ist die wertvollste Währung, die du hast.“

Nun ist Jim Carrey Filmschauspieler und Komiker. Sich der eigenen Wirkung im Sagen und Handeln bewusst zu sein, gehört fast notwendigerweise zur Grundausstattung seines Berufs und ist Bestandteil seines „Handwerkszeugs“. Das mindert allerdings nicht die Qualität und den Wahrheitsgehalt seiner Aussage.

Insbesondere Führungskräfte sollten sich immer wieder bewusst machen, wie sich ihre Art der Kommunikation und ihr Verhalten auf andere Menschen, ihre Mitarbeiter:innen auswirkt.

Die Art und Weise, wie wir sprechen und handeln, kann einen großen Einfluss auf andere haben.

Unsere Worte können Menschen ermutigen, inspirieren und motivieren, aber auch verletzen, entmutigen oder demotivieren. Die Art und Weise, wie wir unsere Gedanken und Meinungen ausdrücken, kann Respekt, Empathie und Verständnis fördern oder aber Konflikte und Missverständnisse hervorrufen.

Unser Tun kann als Vorbild dienen und andere dazu ermutigen, ähnliche positive Verhaltensweisen zu zeigen. Gleichzeitig können unsere Handlungen auch negative Auswirkungen haben, wenn sie beispielsweise ungerecht, unfair, respektlos sind.

Es ist deshalb wichtig, sich bewusst zu sein, dass unsere Worte und Taten eine Wirkung haben und zeigen. Für diese Wirkung tragen wir Verantwortung.

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Astrid Winderl