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Die berühmten blinden Flecke … (Teil 2)

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind – oder wie wir konditioniert wurden, sie zu sehen.“

STEPHEN COVEY

Beim letzten Mal habe ich über die berühmten Flecken (anderer 😉) berichtet. Von Menschen, bei denen WIR beschreiben können, was deren Problem ist, die es selbst jedoch nicht sehen oder wahrhaben wollen.

Wo sind Ursachen für blinde Flecken zu suchen? Hier spielen viele Gründe eine Rolle. Sie können psychologische, emotionale und soziale Aspekte umfassen, zum Beispiel:

Selbstwahrnehmungsverzerrung: Das Gehirn blendet problematische Aspekte des eigenen Verhaltens aus, um das Selbstwertgefühl zu schützen. Ein sehr mächtiger Faktor!

Psychologische Abwehrmechanismen: Mechanismen wie Verdrängung, Rationalisierung oder Projektion helfen, unangenehme Wahrheiten zu vermeiden. Indem Probleme nicht gesehen oder anerkannt werden, schützen sich Menschen vor emotionalem Stress und Angst oder Gefühlen wie Scham und Schuld.

Persönlichkeitsmerkmale: Menschen mit einem übertrieben positiven Selbstbild oder überhöhtem perfektionistischen Anspruch an sich, haben oft Schwierigkeiten, eigene Probleme zu sehen oder anzuerkennen, da sie ihr (unrealistisches) Selbstbild aufrechterhalten wollen. 

Gewohnheit & Normalisierung: Mitunter haben sich Menschen so sehr an eine Situation oder ein Verhalten gewöhnt, dass es ihnen selbst normal erscheint.

Soziale & kulturelle Einflüsse: Soziale und kulturelle Normen können beeinflussen, was als problematisch angesehen wird und was nicht. Auch ist es in manchen Kulturen oder sozialen Gruppen nicht üblich, offen über Probleme zu sprechen oder Schwäche zu zeigen. Dies kann zu weniger Bewusstheit und Anerkennung eigener Probleme führen.

Schon diese kleine Auswahl an Gründe verdeutlicht, dass das Nicht-Erkennen eigener Probleme ein komplexes Phänomen ist.

Es kann eine große Herausforderung sein, eine Person zu motivieren, an sich zu arbeiten, wenn sie nicht erkennt/erkennen will, dass sie blinde Flecken hat. Dennoch gibt es paar Möglichkeiten und Strategien, die hilfreich sein könnten. Dazu mehr beim nächsten Mal.

Sind SIE weitergekommen an der Bearbeitung IHRER blinden Flecke? Ich unterstütze Sie gerne. Melden Sie sich einfach zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Die berühmten blinden Flecke …

„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind – oder wie wir konditioniert wurden, sie zu sehen.“

STEPHEN COVEY

Sie kennen bestimmt auch Menschen im beruflichen und privaten Umfeld, bei denen Sie genau beschreiben könnten, was deren Problem ist, doch die Menschen selbst sehen es nicht oder können es nicht sehen. Wobei wir selbst vielleicht auch den ein oder anderen blinden Fleck haben. Je nach Grad der Selbstreflektiertheit ist der größer oder kleiner.

Blinde Flecke finden sich in vielen Bereichen, zum Beispiel:

Emotionale Befindlichkeiten – Sie bemerken nicht, wie gestresst und erschöpft Sie sind, obwohl die Anzeichen offensichtlich sind. Oder Sie sind richtig sauer und projizieren Ihre Gefühle auf andere.

Selbstwahrnehmung – Mitarbeiter:innen, der ihre Fähigkeiten in ihrem Arbeitsbereich überschätzen und ihr Verbesserungspotenzial nicht erkennen.

Verhalten in Beziehungen – Die Führungskraft, die sich ihrer Wirkung nicht bewusst ist und nicht sieht, wie sehr ihre Handlungen und Worte andere verletzten. Die nicht bemerkt, wie respektlos und demotivierend ihr Führungsstil ist.

Vorurteile & Stereotype – Der Arbeitgeber, der unbewusst bestimmte Bewerbergruppen
z.B. auf Führungspositionen bevorzugt oder benachteiligt.

Arbeitsplatz & Teamdynamik – Das Teammitglied, dass nicht registriert, dass es durch seine ineffiziente Arbeitsweise die Teamleistung beeinträchtigt.Die Führungskraft, die Spannungen und Konflikte im Team nicht wahrnimmt und ignoriert.

Persönliche Entwicklung – Die Führungskraft, die nicht sieht, dass ihre negativen Denkmuster ihr Wachstum und Wohlbefinden (und das anderer) behindert. Die nicht erkennt, dass sie sich im Stillstand befindet und ihr Entwicklungspotenzial nicht mehr nutzt „sie habe genug gelernt!“.

… und vieles mehr!

Das nächste Mal werde ich über mögliche Gründe und Ursachen berichten, warum Menschen ihre eigenen Probleme oft nicht erkennen, die für andere doch so offensichtlich sind.

Möchten Sie nicht gerne endlich an Ihren blinden Flecken arbeiten? (Keine Sorge, wir finden sie 😉). Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Was haben Fehler und Helfer gemeinsam?

„Der einzig wirkliche Fehler ist der, aus dem wir nichts lernen.“

HENRY FORD

Was haben Fehler und Helfer gemeinsam? Richtig! Dieselben Buchstaben, nur die Reihenfolge ist anders, es handelt sich um ein sog. Anagramm. Wie halten Sie’s mit Fehlern? Wie Ingrid Steeger „Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!“ oder eher wie James Joyce „Ein Genie macht keine Fehler!“? Häufig fehlt hier beim Zitieren allerdings der bezeichnende Nachsatz „Seine (gemeint ist das Genie) Irrtümer sind die Tore zu neuen Entdeckungen.“ … gut, auf diese Entdeckungen warten wir dann eben noch ein bisschen 😉.

Wobei es richtig ist, dass aus Irrtümern und Fehlern bedeutende Erfindungen und Entdeckungen entstanden sind, sei es das Penicillin durch Alexander Fleming oder die Post-it Notes durch Dr. Spencer Silver.

Tatsächlich sind Fehler, die wir machen, oft wertvolle Helfer für persönliches Wachstum, Lernen und Entwicklung. Sie fördern

  • Lernchancen, um aus Erfahrungen zu lernen und Ähnliches zukünftig zu vermeiden.
  • Resilienz, indem sie die Fähigkeit stärken, mit Rückschlägen umzugehen.
  • Selbstreflexion, um unsere Lernfelder zu erkennen und an ihnen zu arbeiten.
  • ein Wachstumsmindset, indem sie eine Kultur unterstützen, in der Fehler als Chancen zur Verbesserung gesehen werden, statt als Misserfolge.
  • Demut und Empathie. Sie lehren uns demütig und empathisch mit unseren und den Fehlern anderer umzugehen.

Natürlich ist der Umgang mit Fehlern (z. B. Fehlentscheidungen, Fehlinterpretationen, unangemessenes Verhalten) auch ein Thema in den Coachings oder Workshops. Wir schauen auf die jeweilige Situation, wenn etwas suboptimal verlief, die Emotionen, Bedürfnisse etc., und leiten daraus individuelle Handlungsstrategien ab, um daraus zu lernen (s. o.). Friede-Freude-Eierkuchen ist keine Option. Fehler müssen schon benannt werden, die Frage ist eher wie. Immer wertschätzend, ressourcen- und lösungsorientiert!
Letzeres meint übrigens auch Sie selbst und Ihren Umgang mit eigenen Fehlern 🤗.

Möchten Sie gerne an solchen oder ähnlichen Themen arbeiten? Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

 

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

 

Wer nichts wagt, der nichts verliert!

„Deine Zeit ist begrenzt, also verschwende sie nicht damit, das Leben von anderen zu leben.“

nach STEVE JOBS

Aber gewinnen eben auch nicht! Sie kennen sicherlich den eigentlichen Ausspruch. Er vermittelt die Botschaft, dass Mut und Risikobereitschaft wesentliche Komponenten für Fortschritt, Entwicklung und letztlich Erfolg sind, ob beruflich oder privat. Alles andere ist Stillstand, Sie bewegen sich im Allbekannten, in Ihrer Komfortzone, sind sozusagen auf Autopilot und … Sie verlieren nichts. Alles bleibt, wie es ist (zumindest denken wir das).

Ich habe es gewagt – allen Unkenrufen zum Trotz. „Warum tust Du Dir das an? Verkauf doch Dein Haus und mach‘ Dir ein schönes Leben!“ Das ist nicht mein Ding! Ich habe stattdessen Gas gegeben (tue es immer noch) und bin dabei, mein Business nochmals neu aufzustellen. Ich habe ein Buch geschrieben (es geht jetzt tatsächlich „schon“ in den Druck 😉), diverse Weiterbildungen gemacht zum Thema digitale Neukund:innengewinnung, und zur Zeit lerne ich gerade das Aufsetzen von YouTube Anzeigen. Nicht gerade meine Bauwelt, recht viel Technik, ich darf mich jeden Tag aus meiner Komfortzone bewegen.

Was erwartet uns, wenn wir nicht nur gackern, sondern ins (arbeitsreiche, anstrengende und mitunter unbequeme) Tun gehen? Um nur ein paar zentrale Punkte zu nennen:

🍀 Wachstum und Entwicklung

🍀 Möglichkeiten und Chancen

🍀 Überwindung von eigenen Ängsten und Unsicherheit/en

🍀 Erfahrungen und Erkenntnisse

🍀 Transformation des Ichs

Es erfordert Mut, Entschlossenheit und Beharrlichkeit (im Sinne von dranbleiben), andere Wege zu gehen! Was Sie davon haben?
Sie gewinnen die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen und Ihren Handlungsspielraum zu erweitern. Sie sind – gerade als Führungskraft – Vorbild für andere, indem Sie sie inspirieren und motivieren, ebenfalls mutig zu sein und ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Und Sie werden belohnt! Sie führen ein erfüllteres und zufriedeneres Leben! Stillstand kann jede/r! Machen Sie’s anders!

Möchten Sie gerne an solchen oder ähnlichen Themen arbeiten? Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch  oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe!? Teil 2

„Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“

EPIKTET

Ich hatte beim letzten Mal von einem Workshop als Auftakt zu einem „Unternehmens- und Führungskultur“- Prozess mit Bereichsleiter:innen und Vorständen eines Unternehmens berichtet. Der mehrtägige Workshop war super gelaufen, Stimmung bestens, Ergebnisse ebenfalls. Im letzten Teil des Workshops, in dem es um Maßnahmenplanung und -verabredung ging, „passierte“ es dann. Ich visualisierte gerade die Ergebnisse am Flip, drehte mich um und sah den „schwierigen“ Bereichsleiter Herrn F., vor dem mich die HRlerin gewarnt hatte, eifrig in seinen Laptop tippen.

In meinem Kopf rasten die Gedanken. Von „Mist, jetzt ist es doch passiert! Genau wie die HRlerin gesagt hat. Hat sich ausgeklinkt. Schreibt Mails.“ über die Frage „Was machst Du jetzt? Auf die Spielregeln verweisen? Keine private Nutzung von Handy und Laptop!“ u.a.m. Irgendwann kam der rettende Gedanke: „MOMENT, Du sagst den Führungskräften immer, sie sollen beim Feedbackgeben Wahrnehmung von Interpretation unterscheiden. Könntest Du selbst auch mal versuchen. Du weißt doch gar nicht, was er wirklich macht!“ Gedacht, getan. Ich wandte mich also Herrn F. zu und fragte: „Herr F., ich sehe Sie schreiben in Ihrem Laptop. Wie kommt’s?“ Er blickte hoch und antwortete: „Oh Frau Winderl, entschuldigen Sie bitte! Das hätte ich vorher sagen müssen!“ und weiter an die ganze Runde gewandt: „Kollegen, ich hab‘ gedacht, ich nehm‘ Frau Winderl Arbeit ab und tippe die Verabredungen in eine Mail. Die schick ich Euch später dann zu. Dann habt Ihr’s alle gleich. Spart auch Zeit.“ Innerlich habe ich mir die Stirn abgewischt und gedacht „Uff, Gott sei Dank. Nochmal gutgegangen!“ Zum Glück war ich keiner meiner Vorannahmen (= Interpretationen) gefolgt.
Wir Profis neigen mitunter dazu, anderen Empfehlungen zu geben, die wir selbst dann nicht befolgen. Doch wie Sie sehen, sind auch wir lernfähig 😀.

Kennen Sie das und/oder möchten Sie gerne an solchen oder ähnlichen Themen arbeiten? Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe!?

„Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“

EPIKTET

Diese Redewendung zeigt auf, dass Menschen, die Expert:innen in ihrem Bereich sind, manchmal bei sich selbst weniger aufmerksam sind. Wie zum Beispiel Ärzt:innen, die nicht regelmäßig zur Vorsorge gehen.

Der Spruch kam mir in den Sinn, als ich über den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Interpretation und deren Bedeutung für Feedback-Geben nachdachte. Letzteres kann ziemlich in die Hose gehen, wenn man den Unterschied nicht beherzigt. Ein immer wiederkehrendes Thema in meinen Führungscoachings. Dazu war mir ein Beispiel eingefallen, das mir selbst vor ein paar Jahren passiert ist.

Ich führte im Rahmen eines Prozesses „Unternehmens- und Führungskultur“ einen Kickoff-Workshop mit den Bereichsleiter:innen und Vorständen eines Unternehmens durch, das gerade fusioniert hatte. Ich kannte den Personalvorstand, ansonsten war das mein Einstand in der neuen Firma. Die HRlerin und ich hatten alles Nötige vorbereitet. Sie hatte mich auch vorgewarnt, dass der Bereichsleiter Finanzen sehr schwierig sei und die Maßnahme für unnötig halte. Da er eine herausgehobene Position im Unternehmen habe, würden jedoch viele seiner Verhaltensweisen geduldet. Es sei keine Seltenheit, dass er in einer Besprechung im Führungskreis mit Vorstand seinen Laptop zücke und eMails abarbeite, er habe „schließlich Besseres zu tun“.

Der Workshop lief „wie Butter“. Wir hatten Spielregeln für den Workshop verabredet, u.a. keine „private“ Benutzung von Handys und Laptops in den Sitzungen (Wunsch des Vorstands) und arbeiteten intensiv an den Themen. Ich konnte mich nicht beklagen, die Arbeitsatmosphäre war super, die Ergebnisse konstruktiv.

Und dann kam die Arbeitseinheit im letzten Teil des Workshops, in dem die Ergebnisse zusammengetragen und Maßnahmen verabredet werden. Ich stand am Flip und visualisierte die Ergebnisse. Nach einer Weile drehte ich mich um … und mein Blick fiel auf den „schwierigen“ Bereichsleiter. Er hatte gerade seinen Laptop hervorgeholt, aufgeklappt und tippte … ja was?

Wie hätten Sie reagiert?
Was dann tatsächlich passierte, erzähle ich Ihnen beim nächsten Mal.

Bis dahin. Ich wünsche Ihnen noch eine gute Woche!

Viele Grüße
Astrid Winderl

Chaos als der natürliche Zustand der Dinge 🤔? Teil 2

„Inmitten des Chaos liegt auch eine Chance.“

SUN TZU

Ich habe beim letzten Mal von der Führungskraft Georg berichtet. Georg war ursprünglich ins Coaching gekommen, weil er die ineffiziente Arbeit seiner Mitarbeiter:innen, die entsprechend mäßigen Ergebnisse und seine Reaktion darauf, wie er sich ausdrückte, „mangelhaften“ Stressbewältigungsstrategien für die Ursache seines zunehmenden Unbehagens in seinem Arbeitsumfeld hielt.

Wir haben tatsächlich auch an Themen wie Stress und Resilienz gearbeitet. Die Lösung für viele unserer Probleme fängt allerdings oft im Kopf an, weil unser Denken und unsere Einstellung eine zentrale Rolle bei der Art und Weise spielen, wie wir Herausforderungen wahrnehmen und bewältigen. Georg war infolgedessen nicht auf die Idee gekommen, dass das Chaos (eine Bezeichnung seiner Mitarbeiter:innen für die Situation) in seinem Arbeitsumfeld mit ihm als Führungskraft zu tun haben könnte.

Tatsächlich steht „Chaos“ oft als Synonym für Unklarheit, fehlende oder wenig Planung und Struktur, unklare Rollen und Verantwortlichkeiten, häufige Unterbrechungen, mangelhafte Kommunikation sowie fehlende oder unzureichende Informationen, oft wechselnde Teammitglieder, eine hohe Fluktuation usw. Genau das war bei Georg der Fall.

Was haben wir getan? Das A und O ist tatsächlich Klarheit. Klarheit in allen Bereichen. Klarheit bietet Sicherheit und Orientierung. Menschen sehnen sich danach, es sind menschliche Grundbedürfnisse. Wir haben seine Ziele formuliert und eine Art individuellen Leitfaden abgeleitet, den er nun Schritt für Schritt umsetzt. Um nur einen Auszug zu nennen: Rollen und Verantwortlichkeiten sind nun klar (nach Fähigkeit) und nicht mehr zufällig zugeordnet, Prioritäten, Ziele, Abläufe und Prozesse sind klar definiert, wir arbeiten an Themen wie Regelkommunikation und strukturierten Feedback- und Teamgesprächen. Es klappt zunehmend besser. Mit der Übung steigt die Sicherheit (und die Sicherheit).

Kennen Sie das und hätten auch gerne Unterstützung? Dann melden Sie sich zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Chaos als der natürliche Zustand der Dinge 🤔?

„Inmitten des Chaos liegt auch eine Chance.“

SUN TZU

Nun mag man das Chaos wie Nietzsche als den natürlichen Zustand der Dinge oder wie Einstein als den besten Freund des Genies betrachten, doch die Mitarbeiter:innen von Georg sehen das anders. Die finden es nur nervig und stressig … und gehen früher oder später.

Georg war nicht auf die Idee gekommen, von einem chaotischen Arbeitsumfeld zu sprechen und noch weniger darauf, dass es einen Zusammenhang zu seinem Führungsverhalten gibt. Die häufigen Missverständnisse in der Kommunikation, die Spannungen im Team, die recht hohe Fluktuation, die Krankenstände und eher mäßigen Ergebnisse seines Team hatte er auf die ineffiziente Arbeit seiner Mitarbeiter:innen zurückgeführt. Was soll man machen? Heutzutage findet man einfach keine richtig guten Leute mehr und es sind sowieso zu wenig bei zu viel Arbeit. Das kann nicht funktionieren! Stress pur. Deshalb war er auch ins Coaching gekommen.

Georg ist ein ruhiger und zurückhaltender Mensch. Seine Kommunikation ist eher „leise“ und unaufdringlich und lässt mitunter Klarheit und Eindeutigkeit vermissen. Er ist sehr strukturiert und hat die Tendenz, sich in Details zu verlieren. Er will alles richtig und perfekt machen, hat gewisse Schwierigkeiten zu priorisieren … und delegieren nur wenn’s unbedingt sein muss. Organisation ist keine seiner Kernkompetenzen, das sei sicher auch ein Stressfaktor, bei der vielen Arbeit. Meetings werden spontan einberufen, wenn’s mal wieder richtig brennt. Er beklagt die aus seiner Sicht ineffiziente Arbeit seiner Mitarbeiter:innen, tut sich jedoch schwer, seiner Unzufriedenheit durch entsprechende Gespräche und Feedback Ausdruck zu verleihen, „die müssten das doch selbst sehen!“.

Wie sind wir vorgegangen? Wir haben an den Themen (Aus-)Wirkung seines Verhaltens, Struktur, Klarheit und der Entwicklung von Georgs Führungsqualitäten gearbeitet.
Mehr davon beim nächsten Mal …

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Herzliche Grüße
Astrid Winderl

 

Sind Frauen die „besseren“ Menschen?

„Frauen sind nicht automatisch besser als Männer. Doch die Welt braucht mehr von den Qualitäten, die traditionell mit dem weiblichen Geschlecht assoziiert werden, wie Empathie, Mitgefühl und Sensibilität.“

DESMOND TUTU

Mit Bedauern 😉 muss ich feststellen: Natürlich nicht! Aufgrund der großen Resonanz auf „Frauen führen anders … Männer auch!“ vom letzten Mal, habe ich mich entschieden, weitere Aspekte des spannenden Themas aufzugreifen.

Viele werden dem Zitat von Desmond Tutu zustimmen. Vielleicht erscheint vor Ihrem inneren Auge eine Frau, die sich fürsorglich um andere kümmert oder es ist eine Frau wie auf dem obigen Bild, die zugewandt, offen, aufmerksam, interessiert wirkt.

Umso mehr schockiert es uns dann, wenn weibliche Führungskräfte ein Verhalten zeigen, das nicht dieser Vorstellung, sondern seinem Gegenteil entspricht und nur als unprofessionell, unangemessen und schäbig bezeichnet werden kann.
Beispiel 1. Eine sehr gute Freundin (weibliche Führungskraft) wird von der neuen Geschäftsführerin „gebosst“ (= Mobbing durch Vorgesetzte), mit gesundheitlichen Folgen.
Beispiel 2: Eine ähnliche Situation bei einer anderen Freundin, hier ist die Führungskraft eine ehemalige „gute“ Kollegin.
Beispiel 3: Einem mir bekannten verdienten Geschäftsführer wurde unerwartet zwischen Tür und Angel von der neuen Chefin mitgeteilt, man brauche ihn nicht mehr …!

Obwohl ich solche Situationen auch bei männlichen Führungskräften kenne, fielen mir spontan diese ein.

Warum? Frauen in Führungspositionen sind in oberen Etagen nach wie vor nicht der Normalfall und unterrepräsentiert. Sie fallen auf und sind anders sichtbar, auch was Bewertungen ihres Verhaltens anbelangt.

Außerdem werden möglicherweise auch Sie, wenn Sie einmal in sich gehen, feststellen, dass Sie recht klare Vorstellungen (Rollenklischees) von „Typisch Frau!“ und „Typisch Mann!“ und Glaubenssätze, was Frauen und was Männer tun, mit sich rumtragen.
Mir jedenfalls ging es so, als ich von den Beispielen hörte.

Kennen Sie das auch oder erleben Sie es womöglich gerade selbst? Sie fragen sich, wie Sie damit umgehen sollen?

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Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Frauen führen anders … und Männer auch 😉!

„Weibliche oder männliche Führung ist nicht entweder/oder, sondern sowohl als auch.“

CONDOLEEZZA RICE

Es gibt viele Studien über Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften. So wird immer wieder auf Unterschiede im Kommunikationsstil (Frauen eher kooperativ, Männer eher direkt), der Entscheidungsfindung (Frauen eher konsensbasiert, Männer eher unabhängig), bei Konfliktlösungen, der Risikobereitschaft etc. verwiesen. Manche Unterschiede sind unabhängig vom Geschlecht, variieren stark und sind individuell. Dennoch gibt es unbestritten Unterschiede, die das Ergebnis sozialer Erwartungen und gesellschaftlich/kultureller Rollen sind. Abgesehen davon, dass sich Vieles in Bezug auf Führungsverhalten lernen lässt.

Der Anlass, warum ich heute dieses Thema aufgreife ist „mal aus meiner Sicht drauf geschaut“. Die Zeiten ausschließlich über Empfehlungen neue Kund:innen zu gewinnen sind vorbei. Ich habe also einige Fortbildungen zum Thema „Digitale Neukundengewinnung“ absolviert. Zunächst bei männlichen Verkauf- und Marketingprofis, eine weitere bei einer weiblichen Spezialistin. Außerdem habe ich regelmäßig Coaching bei einer ebenfalls weiblichen Mentorin.

Unterschiede? Ja, eindeutig! Selbstverständlich ist das nicht repräsentativ.
Der auffälligste Unterschied war der Führungsansatz. Die „Jungs“ setzten auf Technik/en (auch im Kommunikationsstil), standardisierte erfolgsversprechende Prozesse und Herangehensweisen, klare Zielvorgaben und Ansagen, pragmatisch, sachlich.

Das war völlig in Ordnung! Ich habe viel gelernt, hatte jedoch dennoch häufig das „Gefühl“, dass es nicht richtig zu mir passt, als müsse ich mich verbiegen, um erfolgreich zu sein.

Bei den „Mädels“ war das anders. Der Satz „Du musst Deinen ganz eigenen Weg finden!“ war Musik in meinen Ohren. Selbstverständlich geht es auch hier nicht ohne standardisierte Prozesse, klare Zielvorgaben etc. Doch das Gefühl ist ein anderes. Ich bin inspiriert, motiviert und fühle mich als Person gesehen. … und nebenbei entspricht es auch meinem eigenen Führungsverständnis in meinen Coachings 😊.

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Melden Sie sich jetzt zu einem kostenlosen Erstgespräch.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Das war ein richtig schöner Geburtstag! Danke!

„Das Leben ist ein Geschenk, das uns jeden Tag aufs Neue gegeben wird. Feiere jeden Moment!“

nach JEAN JACQUES ROUSSEAU

Eigentlich wollte ich über etwas anderes berichten. Mein Buch. Ein Ende des Projektes ist (endlich!) in Sicht. Das Lektorat ist durchlaufen, jetzt beginnt der Buchsatz, nach der Freigabe der Druck. Doch dazu ein anderes Mal.

Mir kam mein Geburtstag dazwischen. Das an sich ist nicht erstaunlich. Alle Jahre wieder 😄. Ich hatte diese Woche. Doch diesmal war ich im Vorfeld – offen gestanden – etwas unglücklich.

Zum Hintergrund: In unserer Familie werden die Geburtstage geradezu zelebriert. Das war schon in meiner Kindheit so. Das Zimmer wird mit Girlanden dekoriert, ein spezieller Geburtstagskuchen gebacken (ein mit Lieblingsleckereien des Geburtstagskindes gespickter Gugelhupf), auf dem festlich geschmückten Tisch steht der Geburtstagsblumenstrauß, die Lebenskerze und natürlich liegen da auch die Geschenke. Es ist ein ganz besonderer Tag, denn der Tag der Ankunft dieses einzigartigen Menschen auf der Welt wird gewürdigt und gefeiert. Das Geburtstagskind muss sich an diesem Tag um gar nichts kümmern, es steht im Mittelpunkt und darf genießen. Eine schöne Tradition!

Was war diesmal anders? Ich war tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben alleine, d.h. ohne irgendein Familienmitglied (Partner, Tochter), das mich am Morgen „live und in Farbe“ begrüßte. Es hatte sich dieses Jahr so ergeben. Das sah ich pragmatisch „Ist halt so!“, doch glücklich war ich nicht darüber.

Und dann wurde es doch ein ganz besonderer Feiertag, für den ich sehr dankbar bin!

Ich bekam mehrere telefonische Geburtstagsständchen in verschiedenen Sprachen, mir wurden Blumensträuße von Fleurop geliefert inklusive eines kleinen Mini-Gugelhupfs (auch eine Premiere, herzlichen Dank liebe Gesa ❤️), unzählige Anrufe und Whatsapp-Nachrichten. Ich war freudig überrascht und ganz angerührt, wie viel Menschen an mich gedacht und gratuliert haben. Nicht nur die Familie und Freund:innen, auch Nachbar:innen, viele aus meinem beruflichen Umfeld und aus den Sozialen Netzwerken. … in der Familie haben wir natürlich nachgefeiert 🎂 🎁 🎉.

Solche Feiertage bringen Menschen zusammen. Sie sind Ausdruck von Gemeinschaft und Verbundenheit. Es ist auch eine Zeit, Beziehungen zu stärken, Wertschätzung, Zuneigung und Freude zu zeigen, das Leben an sich zu feiern, sowie – in meinem Fall – über sich selbst nachzudenken, neue Erfahrungen zu sammeln und darauf zu vertrauen, dass sich alles zum Besten wenden wird.

Das sollte uns nicht nur an Geburtstagen immer wieder bewusstwerden!

Vielen herzlichen Dank Euch/Ihnen allen!

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Über Geld redet man nicht? Doch tut man!

„Nachhaltigkeit bedeutet, heute in das zu investieren, was wir morgen haben möchten.“

nach WANGARI MAATHAI

Früher war vieles anders 😉. Als ich vor über 20 Jahren anfing als Coach zu arbeiten, waren die Rahmenbedingungen folgende (ich beschränke mich hier auf die Beschreibung von Einzelcoachings mit Führungskräften – im Unterschied zu Workshops oder Arbeiten mit größeren Gruppen:
Ich hatte einen Stundensatz. Der wurde mit der Anzahl der verabredeten Sitzung (oft 10) multipliziert. Coachee und ich arbeiteten „live und in Farbe“. Entweder reiste er/sie an oder ich. Wir trafen uns meist alle 3 oder 4 Wochen.

Die Zeiten und damit auch die Ansprüche an Coaching haben sich verändert. Viele haben JETZT ein Problem (in der Regel nicht erst heute entstanden) und wollen es JETZT lösen, am liebsten so schnell wie möglich. Ich verstehe das sehr gut! Das hat allerdings einen Einfluss auf die Dynamik von Coachingprozessen. Sich alle 3-4 Wochen für 90 Minuten zu treffen, passt da nicht mehr.

Ich biete deshalb heute im sog. 1:1 Coaching „Pakete“ mit unterschiedlicher Laufzeit an, von 8 Wochen bis 6 Monaten. Die Coachings finden online statt, dauern meist ca. 60 Minuten, ein- oder zweimal pro Woche, mit der Möglichkeit eines kurzen (telefonischen) SOS Supports, wenn es gerade mal „richtig brennt“.

Es gibt noch einen weiteren Grund. Erinnern Sie sich noch, als Sie anfingen Auto zu fahren? Dieser Stress, auf was man alles achten musste! Und dann: endlich geschafft! Der Stolz, den begehrten „Lappen“ endlich in Händen zu halten. Doch: wirklich Auto fahren konnten Sie erst nach vielem Üben, Üben, Üben. Je intensiver, desto besser!

So ist es auch beim Coaching. Sie arbeiten nachhaltig und intensiv an sich, haben jemanden an der Seite, der Sie ressourcenorientiert und ganzheitlich unterstützt (indem auch persönliche Dinge angesprochen werden dürfen). Sie investieren in Ihre Transformation … und meistern „nebenbei“ erfolgreich Ihre Herausforderung! Deshalb „meine Pakete“ 😊.

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Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Lässt sich Persönliches & Berufliches überhaupt strikt trennen? Teil 2

„Ein integriertes Leben bedeutet die Bewusstheit, dass unsere persönlichen Werte und Überzeugungen unsere beruflichen Entscheidungen und Handlungen leiten.“

nach ARIANNA HUFFINGTON

Ich hatte Ihnen letztens von der Führungskraft Barbara erzählt, die sich über den mäßigen Erfolg ihrer „klaren und direkten“ Kommunikation von Erwartungen an ihre Mitarbeiter:innen wunderte. Die sich das überhaupt nicht erklären kann, obwohl sie doch alles „richtig“ macht.

Sie kennen sicherlich auch Führungskräfte oder Kolleg:innen, die ebenfalls überzeugt davon, völlig im Recht zu sein, anderen sehr deutlich zurückmelden, was sie gerade wieder falsch gemacht haben, ggfs. auch ungefragt. Loben oder Anerkennung gibt es dagegen eher wenig. Überprüfen Sie bei sich! Was löst das bei Ihnen aus?

Barbara jedenfalls war sich der Wirkung ihres Verhaltens auf ihre Mitarbeiter:innen nicht bewusst. Es fällt ihr schwer zu glauben, dass Menschen, je nach Persönlichkeit, mit Angst (schon wieder „nichts richtig gemacht zu haben“) oder Trotz („Der kann man ja sowieso nichts recht machen!“) auf ihr Verhalten reagieren, meist gepaart mit Motivationsverlust, abnehmendem Engagement und sinkender Leistung, den von ihr beschriebenen „mäßigen“ Ergebnissen.

Zugleich tut sie sich sehr schwer, sich von ihrer verinnerlichten Überzeugung zu verabschieden, dass Menschen am besten durch Kritik lernen, „weil sie sich dann mehr anstrengen, es beim nächsten Mal besser zu machen!“ Es lag daher nahe, sich ihren Glaubenssätzen vertieft zu widmen.
Nebenbei arbeiten wir auch am Thema „Ressourenorientierung“ 😉.

An Barbaras Beispiel wird deutlich, dass sich Persönliches (innere Überzeugungen) und Berufliches (Verhalten im Außen) nicht trennen lassen. Ich halte nichts von oberflächlichem Löschen von Feuer, ohne nach der Ursache, dem Brandherd zu suchen.

Selbstverständlich entscheiden die Coachees selbst, wie viel sie von sich zeigen wollen. An deren speziellen Anliegen arbeiten wir dann gemeinsam und ganzheitlich.

Wie ist es mit Ihnen? Melden Sie sich jetzt zu einem kostenlosen Erstgespräch oder sichern Sie sich eines meiner Kennenlernangebote (Stress & Resilienz, Konfliktmanagement oder Glaubenssätze) unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Lässt sich Persönliches & Berufliches überhaupt strikt trennen?

„Ein integriertes Leben bedeutet die Bewusstheit, dass unsere persönlichen Werte und Überzeugungen unsere beruflichen Entscheidungen und Handlungen leiten.“

nach ARIANNA HUFFINGTON

Um die Antwort vorwegzunehmen: Nein! Nach meiner Erfahrung nicht. Das ist wie bei den Aussteiger:innen, die nach Gomera ziehen. Die Umgebung ist eine andere. Doch sich selbst mit ihren Einstellungen, Glaubenssätzen, Erfahrungen etc. nehmen sie mit.

Das Berufliche vom Persönlichen zu trennen ist, als würde man ein Feuer getrennt vom Brandherd betrachten und behandeln. Ich arbeite ganzheitlich. Das beinhaltet auch das Arbeiten an persönlichen Themen, da sie unser berufliches Handeln beeinflussen, wie bei Barbara.

Ich arbeite mit ihr seit ein paar Monaten im Coaching. Sie hat vor ca. vier Jahren ihre Führungsaufgabe übernommen und sich darauf gründlich durch den Besuch einiger Fortbildungen vorbereitet. Was den Einsatz geeigneter Führungstools anbelangt, kennt sie sich aus. Dennoch stößt sie bei ihren Mitarbeiter:innen immer wieder an Grenzen. Aus ihrer Sicht kommuniziert sie klar und eindeutig, was sie von ihnen erwartet und ist regelmäßig von den „mittelmäßigen“ Ergebnissen enttäuscht. Das melde sie „natürlich“ ebenso klar und eindeutig zurück. Ohne nennenswerten Erfolg, eher im Gegenteil. Sie kann sich das nicht erklären. Sie mache doch alles „richtig“!

Barbara ist verbindlich, verlässlich und eine Frau, die sehr direkt kommuniziert. Sie hat eine klare Vorstellung von richtig und falsch („Wieso, ist doch klar?!“), eine Tendenz zu polarisieren („Entweder – oder!“) und sie bewertet häufig „falsche“ Verhaltensweisen anderer. Barbara gehört zu den Menschen, die sich nicht über eine gelungene Präsentation freuen können, wenn sie darin einen Tippfehler entdeckt haben. Sie findet es völlig in Ordnung, Menschen auf ihre Fehler hinzuweisen, wenn es sein muss, auch ungefragt, „Das ist doch normal!“. Nur aus Fehlern könnten Menschen schließlich lernen, davon ist sie überzeugt. In ihrem Privatleben verhalte sie sich selbstverständlich ebenso.

Zu welchen Konsequenzen das führen kann und wie wir daran arbeiten, berichte ich das nächste Mal.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann melden Sie sich jetzt zu einem kostenlosen Erstgespräch unter astrid.winderl@winderl-partner.de

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Sollte man nicht Privates und Berufliches strikt trennen?

„Integration von beruflichen und persönlichen Aspekten führt zu einem erfüllten Leben.
Nur wenn wir unsere Werte in allen Bereichen unseres Lebens leben, können wir wahre Erfüllung finden.“

DEEPAK CHOPRA

Ich werde immer wieder gefragt, warum ich in meinen Posts auch Beispiele oder Geschichten aus meinem privaten Alltag wähle. Zum Beispiel der Post letzte Woche über die Osterbesuche bei unseren Eltern.

Auf diese Frage gibt es keine „richtige“ Antwort. Das ist eine Frage der persönlichen Sichtweise, der inneren Haltung und des individuellen Werteverständnisses.

Hinter der Frage versteckt sich häufig die Idee, dass eine strikte Trennung dazu beitrage, die Effizienz am Arbeitsplatz zu steigern, da es weniger Ablenkung gebe. Eine andere Idee betrifft eher das professionelle Image. Man mache sich dadurch weniger angreifbar und vermeide durch die Aufrechterhaltung der sog. professionelle Distanz mögliche Konflikte, die durch eine „Vermischung“ von persönlichen und beruflichen Themen entstehen könnten.

Abgesehen von privaten Themen, die uns an den Arbeitsplatz begleiten und die sich nicht einfach „abschütteln“ lassen, wie z. B. persönliche Krisen, Trennung, Krankheit, Schicksalsschläge etc., sind es manchmal auch die alltäglichen Sorgen, die uns nur schwer loslassen. Wir haben schlecht geschlafen, fühlen uns erschöpft, ein unnötiger Streit mit Partner:in, Tochter, Sohn kurz vor dem Aus-dem-Haus-gehen u.a.m.

Was spricht nun dafür, im beruflichen Kontext auch persönlichen Themen in angemessener Form Raum zu geben?

Indem wir uns zeigen, Sie als Führungskraft Ihre eigenen persönlichen Erfahrungen und Emotionen nicht nur zulassen, sondern auch teilen, wirken Sie authentisch und glaubwürdig. Sie wirken menschlich und zugänglich, insbesondere dann, wenn Sie auch bei Ihren Mitarbeiter:innen offen für persönliche Themen sind. Diese Haltung fördert ein positives Arbeitsklima und schafft ein Umfeld, in dem Mitarbeiter:innen sich unterstützt und wertgeschätzt fühlen. Dies wiederum fördert die Teamkultur und stärkt das Vertrauen der Mitarbeiter:innen in Sie als Führungskraft.

Wie sehen Sie das? Es interessiert mich sehr, wie Sie zu diesem Thema stehen! Melden Sie sich gerne bei mir unter astrid.winderl@winderl-partner.de.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Carpe Diem!

„In der Gegenwart zu leben bedeutet, das Leben bewusst zu erfahren und jeden Moment als Geschenk zu betrachten.“

ECKART TOLLE

Ich verwende den Spruch hier im Kontext „Bewusstheit und Gegenwärtigkeit“. Indem wir uns bewusst auf den gegenwärtigen Moment einlassen, können wir uns selbst besser verstehen und unsere Beziehungen zu anderen vertiefen, indem wir ihnen unsere volle Aufmerksamkeit schenken und empathisch auf ihre Bedürfnisse eingehen.

Wir haben die Osterfeiertage genutzt, um unsere jeweilig verbliebenen Elternteile zu besuchen. Michel in Lothringen und meine Mutter in Heidelberg.

Michel ist körperlich noch fit. Er ist unternehmungslustig und immer noch ein Meister des französischen Kartenspiels „Belote“. Sein Kurzzeitgedächtnis lässt ihn inzwischen im Stich, doch er trägt es mit heiterer Gelassenheit, solange er gut essen und trinken kann 😋.

Bei meiner Mutter sieht es anders aus. Sie ist bettlägrig, wird zu Hause gepflegt und verabschiedet sich zunehmend körperlich wie geistig. Sie begeisterte sich für Fremdsprachen (z. B. japanisch) und ihre Bonsaizucht. Es „berührt“ sie nicht mehr. Dagegen freut sie sich sehr über Besuch und liebt es „dabei“ zu sein 🤗, auch wenn sie wenig spricht.

Wir nahmen auch diesmal die Zeit mit unseren Eltern sehr bewusst und dankbar wahr, wohl wissend, dass jede Begegnung die letzte sein könnte. Dennoch verlaufen die Treffen ohne Schwere, sondern ruhig, gelassen und mit viel Gelächter über alte Geschichten: „Weißt Du noch …?“ Da sind sie (und wir) in ihrer Welt.

Indem wir uns bewusst auf das Hier und Jetzt konzentrieren, können wir uns besser mit unseren Emotionen und Gedanken und denen anderer verbinden. Wir lösen uns damit von Sorgen über die Zukunft oder Grübeleien über die Vergangenheit. Dies ist von entscheidender Bedeutung für unser Wohlbefinden und unseren Umgang mit Stress und Resilienz.

Warum könnte das auch für Sie ein Thema sein? Führungskräfte sind häufig im „To-do-Modus“ und suchen nach praktischen Lösungen im „Außen“, während ihr Blick nach „Innen“ verstellt ist. Das führt dazu, dass sie selbst nicht bewusst und gegenwärtig im Hier und Jetzt sind und sich ihr Gegenüber oft nicht „wirklich“ gesehen oder gehört fühlt.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Reden Sie schon oder schweigen Sie noch? Teil 2

„Unsere Erwartungen formen unsere Realität. Sei Dir ihrer bewusst und gestalte sie entsprechend.“

ALBERT EINSTEIN

Ich hatte letztens über Erwartungen berichtet, die mit Enttäuschungen verbunden sind, da das Ergebnis oder Ereignis, auf das wir warten, nicht in der gewünschten Form eintritt … insbesondere dann, wenn die Erwartung nicht klar kommuniziert wird. Das tun wir häufig dann nicht, wenn uns etwas selbstverständlich ist. „Das weiß doch jede/r!“

Das kann zu erheblichen Irritationen führen. Hierzu wie versprochen eine kleine Geschichte aus meinen Anfängen als Führungskraft.

Als frisch gebackene Leiterin der Fort- und Weiterbildung in einem internationalen Hotelkonzern, hatte ich damals eine Assistentin, die mir u. a. administrative Tätigkeiten abnahm. Z. B. wurden mir von ihr Schreiben zur Unterschrift vorgelegt und anschließend von ihr versandt.
Nach ein paar Wochen wurde ich von einem Hoteldirektor angerufen, sehr nett willkommen geheißen und dann teilte er mit, dass die Anschreiben, die ich ihm senden würde, inhaltlich sehr ansprechend, interessant etc. wären, auch seinem Verständnis von Fort- und Weiterbildung entsprächen. Doch (und jetzt kam’s) die „Gestaltung“ der Anschreiben würde ihn sehr irritieren. Er faxte mir beispielhaft eines dieser Anschreiben. Mich traf fast der Schlag. „Mein“ Anschreiben war rund um den Text am Rand mit Blümchen, Ranken etc. verziert.
Damit konfrontiert strahlte mich meine Assistentin an: „Schön, nicht? Die Schreiben sahen immer so nüchtern und langweilig aus!“
In ihrer Welt mag das in Ordnung sein. Ich hatte jedoch unterstellt, dass sie meine Erwartung, nach meiner Unterschrift nichts mehr an dem Schreiben zu verändern, in meinem Sinne umsetzt. D. h. ich versäumt, Ihr „scheinbar Selbstverständliches“ zu kommunizieren, weil: „Ist doch wohl klar, oder?!“ 😉.

Es interessiert mich sehr, ob Sie Ähnliches kennen, oder diese Thematik gerade aktuell ist? Dann herzlichen Glückwunsch! Ich habe noch freie Kapazitäten 😊. Am besten zu einem der Kennenlernangebote melden (z. B. Glaubenssätze, Resilienz oder Konfliktmanagement) unter astrid.winderl@winderl-partner.de im Betreff: Ich bin dabei!

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Reden Sie schon oder schweigen Sie noch?

„Unsere Erwartungen formen unsere Realität. Sei Dir ihrer bewusst und gestalte sie entsprechend.“

ALBERT EINSTEIN

Wir alle kennen das: Erwartungen. Die Erwartung auf ein romantisches Wochenende, das dann richtig in die Hose geht oder die Erwartung auf die freiwerdende Führungsposition, die dann doch der Kollege bekommt.

Erwartungen haben oft die Eigenschaft, eine Lücke zwischen dem, was wir erwarten, und dem, was tatsächlich eintritt, aufzuweisen. Das hat u. a. damit zu tun, dass sie meist nur auf unserer Vorstellung, wie Ereignisse eintreten sollten, beruhen. Zumal die Realität oft viel komplexer ist als unsere Vorstellung davon.

Auch werden Erwartungen oft nicht klar oder gar nicht kommuniziert, insbesondere in Fällen, wo uns etwas selbstverständlich ist. Die Enttäuschung und Irritation sind dann groß, wenn sich Realität und Erwartung unterscheiden.

Doch selbst wenn es uns gelingt, unsere Erwartung angemessen zu kommunizieren, heißt das nicht unbedingt, dass wir mit dem Ergebnis zufrieden sind, weil wir auch da eine andere Idee der Umsetzung im Kopf hatten. So berichtete z. B. ein TeiInehmer in einem Führungsworkshop von Ralf, einem Teammitglied. Sehr fachkompetent, doch im Umgang eher „hölzern und unbeholfen“. Ihn hatte es irritiert, dass Ralf morgens nie wie alle anderen einen „Guten Morgen“!“ wünschte, sondern immer gleich wortlos in seinem „Kabuff“ verschwand. Er hatte sein Anliegen mit Ralf besprochen, und nun grüße Ralf morgens tatsächlich. Doch … es sei nur ein kurzes, hingeworfenes „Moin!“ im Vorbeilaufen, … immerhin 😉.

Beim nächsten Mal werde ich Ihnen eine andere kleine Geschichte aus den Anfängen meiner Führungslaufbahn zum Thema Erwartungen berichten.

Übrigens, auf meine Kennenlernangebote zu Themen wie Glaubenssätze, Stress & Resilienz oder Konfliktmanagement müssen Sie nicht mehr warten 😊. Melden Sie sich jetzt unter astrid.winderl@winderl-partner.de mit dem Betreff: Ich bin dabei! Ich melde mich umgehend bei Ihnen!

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Gut Ding will Weile haben!

„Geduld ist nicht einfach zu haben, aber es ist das Geheimnis des Glücks und ein Schritt zur Weisheit.“

nach BUDDHA

Gestern wurde ich an diesen Ausspruch meiner Großmutter erinnert. Sie sprach ihn mir gegenüber häufiger aus, meist mit dem Zusatz „Kind, gut Ding will Weile haben! Hab‘ Geduld!“ Genau das war – und ist immer noch – ein Lernfeld von mir. Wenn es um andere geht, privat wie beruflich, in Coachings oder Workshops, ist es gar kein Thema. Im Gegenteil, hier sagt man mir Ruhe und Gelassenheit nach. Doch wenn es um mich und meine Bedürfnisse geht … au weia. Da darf ich noch an mir arbeiten … und mich in Geduld üben 😊.

Was war passiert? Ich habe an dieser Stelle schon von meinem Herzensprojekt ❤️, meinem Buch „Persönlichkeit führt“, erzählt. Seit ca. drei Wochen ist das Buch fertig (geschrieben). Ich sah mich schon dabei, meine Mutter und meine Geschwister an Ostern mit dem Buch als eine Art Ostergeschenk 🐣  zu überraschen. Ich habe ihnen von dem Projekt nichts erzählt.

Gestern hatte ich einen Zoomcall mit einem meiner Mentor:innen, der mich bei diesem Projekt begleitet, um die nun folgenden Schritte bis zur Veröffentlichung zu besprechen. Aus der Ostertraum! Bis alles soweit ist (Lektorat, nochmals drüber schauen, Buchdruck etc.) wird es noch dauern. Mitte bis Ende April wird es wohl werden. Das ist natürlich kein Drama, ganz im Gegenteil! Ich freue mich schon jetzt auf diesen Moment 🔥! Doch insgeheim …!

Es gibt viele Ursachen für Ungeduld. Ich weiß, dass Ungeduld in meinem Fall etwas mit meinem Leistungsverständnis zu tun hat. Ich habe geliefert und will nun – am liebsten sofort – belohnt werden. Ich weiß auch, dass Ungeduld nur zu einem erhöhten Stresspegel führt … und nichts an der jeweiligen Situation ändert. Geduld ist dagegen ein wichtiger Bestandteil persönlichen Wachstums. Wie gesagt, ich lerne und arbeite daran.

Vielleicht haben Sie ähnliche Themen? Von meinen Kennenlernangeboten (zu den Themen Glaubenssätze, Stress & Resilienz oder Konfliktmanagement) habe ich Ihnen schon berichtet. Melden Sie sich doch noch heute unter astrid.winderl@winderl-partner.de mit dem Betreff: Ich bin dabei! Ich melde mich umgehend bei Ihnen … und freue mich auf Sie!

Herzliche Grüße
Astrid Winderl

Leichter gesagt als getan! Teil 2

„Der einzige Weg, an den Erfolg zu glauben und Träume wahr werden zu lassen, ist: zu handeln.“

nach NELSON MANDELA

Im Fall von Sven ist das wörtlich zu nehmen. Er kann sich einfach nicht „überwinden“ mit seinem Chef ein – aus seiner Sicht – „heikles“ Gespräch zu führen. Erstaunlich, da er auf den ersten Blick selbstbewusst wirkt und auftritt.

Er leitet seit zwei Jahren ein wichtiges Projekt vor Ort bei einem Kunden. Sein erster „großer Auftrag“. Gefühlt ist er rund um die Uhr im Einsatz. Kolleg:innen in vergleichbarer Position (im selben Unternehmen) verdienen mehr. Er müsste nachverhandeln. Doch … siehe oben.

Wir haben im Coaching sein Thema zum Anlass genommen, über „Eigenmotivation“ zu reflektieren. Menschen beziehen ihre Eigenmotivation aus einer Vielzahl von Quellen, die oft individuell variieren.

Eine der wichtigsten Triebfedern ist ein klares Ziel, für das sich der Einsatz lohnt. Das kann sehr konkret sein („Ich will mir eine Reise nach Vietnam gönnen!“). Oder das Ziel entspringt eigenen inneren Werten und Überzeugungen („Ich möchte mich noch mehr im Umweltschutz engagieren!“). Eine Rolle spielen auch Faktoren wie Selbstwirksamkeit (Überzeugung, in der Lage zu sein, die Aufgabe zu bewältigen), Anerkennung, individuelles Interesse und Leidenschaft für das spezielle Anliegen oder der „Kitzel“ Herausforderung „Ich schaffe das! Auch wenn alle anderen sagen, das geht nicht!“ und anderes mehr.

Ein scheinbares Fehlen von Eigenmotivation liegt häufig an keinen oder unklaren Zielen, an negativen (Vor-)Erfahrungen, an demotivierenden Umfeldfaktoren, einem Mangel an Anerkennung oder Selbstvertrauen etc.

Und Sven? Wir haben das Gespräch mit seinem Chef vorbereitet, offenbar einem Vertreter von „Nix gesagt ist genug gelobt!“, … und das Thema Glaubenssätze nehmen wir gerade unter die Lupe 😊.

Handeln auch Sie jetzt! Ich unterstütze Sie gerne bei IHREM speziellen Anliegen. Nutzen Sie eines meiner Kennenlernangebote (zu den Themen Glaubenssätze, Stress & Resilienz oder Konfliktmanagement) und melden sich noch heute unter astrid.winderl@winderl-partner.de mit dem Betreff: Ich bin dabei! Ich melde mich umgehend bei Ihnen.

Herzliche Grüße
Astrid Winderl